Über uns
recherche-nord ist ein seit über 20 Jahren bestehendes, unabhängiges Recherche- und Medienprojekt zum militanten und organisierten Neonazismus und angrenzenden Themenfeldern. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Dokumentation, Veröffentlichung und Analyse extrem rechter Veranstaltungen, Organisationen und Netzwerke.
Arbeitsweise #
Grundlage unserer Arbeit sind unabhängige, sorgfältig geprüfte und nachvollziehbare Recherchen. Aus der Auswertung und Einordnung der Informationen sowie der kritischen Prüfung ihrer Belastbarkeit und Relevanz entstehen in manchen Fällen Veröffentlichungen. Dabei geht es uns um mehr als die reine Dokumentation - besonders wichtig ist uns, Entwicklungen und Zusammenhänge sichtbar zu machen und einer breiteren Öffentlichkeit verständlich zu vermitteln.
Wir verstehen uns als Teil einer vielfältigen Recherche- und Medienlandschaft und suchen den Austausch mit Journalist:innen, Wissenschaftler:innen, Beratungsstellen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Einzelpersonen, die sich mit den Strukturen der extremen Rechten befassen wollen oder müssen. Dabei sehen wir uns auch als Knotenpunkt, der unterschiedliche Berufs- und Tätigkeitsfelder miteinander verbindet. Unabhängigkeit bedeutet für uns nicht Abschottung, sondern einen solidarischen – und wo nötig kritischen – Austausch auf Augenhöhe.
Durch unsere langjährige Tätigkeit seit 2004 haben wir einen langfristigen Blick auf Entwicklungen und Kontinuitäten in der extremen Rechten gewonnen. Unser Fotoarchiv erlaubt es uns, weit zurückliegende Veranstaltungen einzusehen und Bezüge zur Gegenwart herzustellen – so lassen sich viele aktuelle Entwicklungen besser einordnen. Seit dem Start unserer eigenen Homepage im Jahr 2008 dienen unsere Veröffentlichungen zugleich als Archiv, das auch in einigen Jahren noch nutzbar sein soll.
Unabhängigkeit #
Wir sind ein vollständig unabhängiges Projekt. Kooperationen gehen wir nur sehr bewusst und in aller Regel zeitlich begrenzt ein, um unsere Unabhängigkeit zu wahren. Darüber hinaus ist es uns wichtig, die Schwerpunkte unserer Arbeit und die Veranstaltungen, die wir dokumentieren, jederzeit selbst bestimmen zu können. Dabei orientieren wir uns ausschließlich an unseren eigenen inhaltlichen und redaktionellen Grundsätzen.
Wir lassen uns dabei weder von politischen, institutionellen noch von anderen externen Interessen in unserer Arbeit beeinflussen. Welche Themen wir aufgreifen, welche Veranstaltungen wir dokumentieren und wie wir diese einordnen und darstellen, entscheiden wir selbst. Unser Anspruch ist es, eigenständig, kritisch und unmittelbar an den tatsächlichen Geschehnissen zu arbeiten und diese so zu dokumentieren, wie sie stattfinden.
Methodik #
Wir arbeiten sowohl inhaltlich als auch fotoredaktionell natürlich so sorgfältig wie möglich und sind uns der hohen Sensibilität und Verantwortung zu Veröffentlichung in diesem Themenfeld bewusst. Die Grundlage unserer Arbeit stellt §23 KunstUrhG dar. Im Sinne des Jugendschutzes machen wir Minderjährige oder mutmaßlich minderjährige Personen auf unseren Foto- und Videoaufnahmen unkenntlich, ebenso wie wahrnehmbar unbeteiligte Personen. Ungesicherte bzw. unbelegte Informationen werden von uns als solche kenntlich gemacht.
Schutz von Informationsgeber:innen #
Immer wieder erhalten wir Informationen von Einzelpersonen – manchmal aus dem Umfeld von Szeneangehörigen, manchmal von ihnen selbst (siehe Arbeit mit Aussteiger:innen). Wir sind uns der Sensibilität solcher Informationen und des Risikos, dem sich unsere Quellen dabei aussetzen, sehr bewusst und können in diesem Bereich auf eine langjährige, verlässliche Arbeit zurückblicken.
Weiter: Arbeit mit Aussteiger:innen, Informationsgeber:innen, KI-Leitlinie, Häufige Fragen, Kontakt.