Ostern in Niedersachsen - Neonazis inklusive
Ein massives Polizeiaufgebot schirmte die Veranstaltung der-Ludendorffer- von Gegenprotesten ab
Anhänger_innen der Sekte auf dem Weg zum -Deutschen Haus- …
Wie bereits in den Vorjahren diente die Gaststätte als Veranstaltungsort der jährlich stattfindenden -Ludendorffer Ostertagung-
Auch in diesem Jahr nahmen bereits Kleinkinder an der Veranstaltung teil
Die von Behördenseite als -rechtsextrem- eingestufte Gruppierung, besitzt den rechtlichen Status eines eingetragenen Vereins
Die Anhänger_innen des -Bundes- propagieren einen ebenso rassistisch wie völkisch motivierten Artglauben
Deren Weltanschauung ist durchzogen von Rassismus und Antisemitismus
Darüber hinaus ist die Gedankenwelt der Ludendorffer durch Verschwörungstheorien geprägt, wonach angebliche „überstaatliche Mächte“ wie Juden, Freimaurer, Jesuiten und die römisch-katholische Kirche die Weltherrschaft anstrebten
Der Bund für Gotterkenntnis unterhält mit dem Verlag Hohe Warte einen eigenständigen unternehmerischen Zweig, der die Weltanschauung der Ludendorffer publizistisch verbreitet
Es bestehen mehrere als Ahnenstätten bezeichnete Privatfriedhöfe, deren Nutzung den Angehörigen des Bundes vorbehalten ist bzw. war. Sie befinden sich im Eigentum von Gruppen, die mit dem Bund für Gotterkenntnis verbunden sind.
Die religiös-völkische Weltanschauungsgemeinschaft mit Sitz in Tutzing, bezieht sich auf die Lehren der Sektengründerin Mathilde Ludendorff.
Auch in diesem Jahr zog die Veranstaltung militante Anhänger der Neonaziszene an …
Wie zum Beispiel Steffen Hupka, einen führenden Neonaziaktivisten der Bundesrepublik. Im Verlauf der Veranstaltung attackierte Steffen Hupka anwesende Medienvertreter_innen, verletzte diese und beschädigte deren Ausrüstung.
Anwesende Polizeibeamte sahen dennoch keinen Handlungsbedarf. Hupka konnte an der Veranstaltung weiter unbeheligt teilnehmen
Zeitgleich zum völkisch-rassistischen Treiben in Dorfmark fand im nahegelegenen Eschede ein Treffen der militanten Neonaziszene statt.
Seit Jahren finden hier, auf dem Anwesen des langjährigen NPD- Mitglieds Joachim Nahtz, entsprechende Veranstaltungen statt.
Neben Sonnenwendfeiern, Konzerten und völkisch motivierten „Erntedankfesten“ diente das ländliche Anwesen bereits als Treffpunkt für die Strukturen der NPD, diversen militanten Kameradschaftsgruppen oder auch der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ)
Offiziell handelte es sich bei dem Treffen im Verlauf des Ostersonntages 2012 um die Geburtstagsfeier des Eigentümers und NPD- Aktivisten Joachim Nahtz. (Hier während des Pfingstlagers im Jahr 2007 der inzwisch verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ in Eschede
Inzwischen gilt das Anwesen als einer der bedeutensten Treffpunkte der niedersächsischen Neonaziszene. Nahzu ungestört konnten hier in der Vergangenheit Veranstaltungen durchgeführt werden
Ein weiterer Grund für die Zusammenkunft dürfte eine „Solidaritätsfeier“ niedersächsischer Neonazis gewesen sein
Hintergrund der Solidaritätsaktion bildete eine Polizeiaktion gegen Mitglieder des neonazistischen „Aktionsbüro Mittelrhein“
Am 13.03.2012 durchsuchten Ermittlungsbehörden die Wohnungen von etwa 30 Neonazis im ganzen Bundesgebiet mit Schwerpunkt im nördlichen Rheinland-Pfalz
Gegen 24 Neonazis wurde Haftbefehl erlassen, den Mitgliedern des „Aktionsbüro Mittelrhein“ (AB Mittelrhein) wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.
Bereits am Vormittag versammelten sich mehrere führende Mitglieder der niedersächsischen NPD in Eschede …
… während der Nachmittag vor allem durch die Präsenz parteifreier Neonazis aus dem Spektrum der „Freien Nationalisten“ geprägt war
Wie auch in Dorfmark wurde das neonazistische Treffen in Eschede von Protesten begleitet
Zitieren
Recherche Nord: Ostern in Niedersachsen - Neonazis inklusive, Niedersachsen - Neonazis, 09.04.2012.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2012-04-09/