Vortrag von Karlheinz Weißmann in Oldenburg
Für den 26.August 2017 lud ein neu gegründeter Verein Namens „Oldenburger Kreis“ zu einem Vortragsabend unter dem Titel „Dr.Martin Luther und seine Bedeutung für die deutsche Nation“ in das …
Besucherinnen des Vortrags mussten sich einen Weg durch die Gegendemonstrantinnen bahnen.
Hierbei provozierten einige Besucherinnen die Gegendemonstrantinnen und versuchten sie auch körperlich anzugehen.
Ebenfalls in die Veranstaltung involviert war der Oldenburger Historiker, Anthropologe und Publizist Andreas Vonderach. Vonderach publizierte bereits in völkischen Publikationen wie der Jungen Freiheit, „Sezession“ oder „Neue Ordnung“. Auch im völkisch-rassistischen Schweizer „Ares-Verlag“ publizierte Vonderach schon. Genau wie der Referent, Dr. Karlheinz Weißmann.
Der Referent ist ein wichtiger Akteur in der sogenannten Neuen Rechten. Karlheinz Weißmann ist Mitbegründer des „Institut für Staatspolitik“, Autor in der nationalkonservativen Wochenzeitung „Jungen Freiheit“. Er träumt von einer „Kulturrevolution von Rechts“. Rechts im Bild: Gerhard Vierfuß aus Oldenburg, ehemaliger Sprecher der AfD Oldenburg-Ammerland
Alexander Tassis ist das letzte verbliebene AfD-Mitglied in der Bremischen Bürgerschaft. Er sorgte für Aufsehen, als er Angela Merkel in eine Reihe mit Adolf Hitler und Walter Ulbricht stellte. Ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn ist im Sande verlaufen.
Gerhard Vierfuß fungierte bis zur Kommunalwahl 2016 als Sprecher des AfD Kreisverbands Oldenburg-Stadt/Ammerland. Der von ihm schlecht geführte Wahlkampf sowie seine radikale Positionierung im völkisch-nationalistischen Flügel sollen zur Abwahl von Vierfuß geführt haben.
Viele Aktivist*innen der AfD waren bei dem Vortragsabend zugegen.
hier während der Kundgebung der Partei im September 2016 in Oldenburg
Auch bei dem Oldenburger PEGIDA-Ableger waren heutige Aktivist*innen der AfD und des „Oldenburger Kreis“ zugegen. Das Foto stammt vom 31.03.2015.
…bei der Gründung des AfD-Kreisverbands Oldenburg-Stadt/Ammerland im Juni 2013 zugegen (ganz links im Bild).Foto: antifa.elf Oldenburg
Seinen völkischen Kurs untermauerte er auch durch die Teilnahme an einer Demonstration der „Identitären Bewegung“ im Juni 2017 in Berlin. Szenebeob achter*innen vermuten, dass mit dem „Oldenburger Kreis“ eine Plattform für den Völkischen Flügel der AfD in Oldenburg geschaffen werden soll.Foto: Oskar Schwartz
Aus dem Vortragssaal hinaus wurden Gegendemonstrant*innen abfotografiert.
Dafür spricht die Teilnahme zahlreicher Personen, die auch im Zusammenhang mit der AfD in Erscheinung getreten sind.
Eine Auflage für die Nutzung der städtischen Räumlichkeiten war die Bereitstellung von Sicherheitspersonal. Die vor Ort tätigen Securities bedrohten im Nachgang der Veranstaltung Antifaschist*innen und versuchten diese körperlich zu attackieren.
Abgang des „Oldenburger Kreis“. Der Verein hat bereits angekündigt, zukünftig weitere Veranstaltungen organisieren zu wollen.
Dieses Foto stammt von einer Kundgebung der AfD im September 2016 in Oldenburg.
Für musikalische Untermalung am Klavier sorgte Martin Meyer. r Leiter der Musikschule in Bad Zwischenahn trat auch mehrmals im Kleinthetaer „Berliner Zimmer“ der bekannten Oldenburger Holocaustleugnerin Imke Barnstedt auf.
Imke Barnstedt im Juli 2003 auf der Wartburg (ganz rechts im Bild). Bei einer Solidaritätsaktion für Horst Mahler wurde der Holocaust offen geleugnet.
Mehr als 100 Menschen protestierten vor dem Eingang gegen die völkisch-nationalistische Veranstaltung des „Oldenburger Kreises“.
Zitieren
Recherche Nord: Vortrag von Karlheinz Weißmann in Oldenburg, Oldenburg, 26.08.2017.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2017-08-26/