III. Weg in Berlin
Am Samstag fand in Berlin-Hohenschönhausen eine Demonstration des III.
Obwohl der Aufbau erst um 13:00 Uhr beginnen sollte, waren einzelne Teilnehmer*innen schon deutlich früher da.
Sammlungspunkt war vor dem S-Bahnhof Wartenberg. Hier versammelten sich über mehrere Stunden die Teilnehmer*innen.
Während der Wartezeit kam es mehrmals dazu, dass sich antifaschistischer Protest dem Versammlungsort näherte. …
… Dieser wurde skeptisch beäugt. In den später stattfindenden Reden wurde darauf eingegangen, wie sehr man unter dem Staat und der Antifa zu leiden habe.
Die Proteste am Startpunkt der Demonstration wurden teils gewaltsam geräumt.
Die Polizei kontrollierte bei den Veranstaltungen nach verbotener Symbolik. Unter den nicht erlauben Symboliken befand sich auch die Reichsfahne …
… was bei einigen Veranstaltungsteilnehmer*innen zu trotzigen Reaktionen führte.
Die Reichsfahne ist letztendlich nicht vollkommen aus dem Bild der Veranstaltung verschwunden.
Weitere Einschränkungen gab es beim Thema Vermummung: Da die Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht war, durfte nur eine Kopfbedeckung oder eine Sonnenbrille getragen werden. Beides war nicht erlaubt.
Nicht erlaubt war es außerdem in Formation zu laufen. Der Demonstrationszug musste sich unordentlich durch die Straßen bewegen, was den Teilnehmenden missfiel …
… Außerdem gab es noch Einschränkungen beim mitführen der Trommeln. Es durfte letztendlich nur eine Trommel mitgeführt werden.
Im Vorfeld wurde in der Umgebung der Marschroute vom III. Weg plakatiert. Allerdings blieben die Plakate nicht lange genug kleben.
Aufgrund diverser Zuspätkommer verzögerte sich der Start der Veranstaltung vom angepeilten Starttermin um 14:00 bis auf etwa 15:30. Auf die zuletzt kommende Gruppe wurde allerdings nicht mehr gewartet.
Die Route führte die Ribnitzer Straße entlang, …
… endete allerdings nach kurzer Strecke an einer Straßenblockade.
Hier wurde nach einiger Wartezeit kurzerhand eine Zwischenkundgebung abgehalten.
Die Stimmung wurde schlechter. Tony Gentsch drohte damit, dass er die Versammlung auflösen würde, wenn die Demonstration nicht weiter laufen darf. In dem Fall würde man sich in freien Stücken weiterhin durch Berlin bewegen, um an verschiedensten Stellen in der Stadt weiterhin zu demonstrieren …
Daraufhin räumte die Polizei die Blockade in der Zingster Straße in nord-westlicher Richtung.
Hier führte die Route zwischen Plattenbau und Bahnschienen entlang …
Die Abschlusskundgebung fand wieder beim S-Bahnhof Wartenberg statt.
Auch hier kam es erneut zu Störungen durch den Gegenprotest.
Tony Gentsch, Stadtrat Plauen und Kreisrat Vogtlandkreis
Aus Schweden war Fredrik Vejdeland vom Nordic Resistance Movement anwesend.
Als Vertreter der AG Jugend hielt Max-Joseph Matthieß eine Rede.
Die letzte Rede hielt Wolfram Nahrath. Er ist Anwalt und war letzter Vorsitzender der verbotenen Wiking-Jugend
Zitieren
Recherche Nord: III. Weg in Berlin, Berlin, 03.10.2020.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2020-10-03-b/