Kundgebung der Partei "Freie Sachsen" in Chemnitz
Am ersten Mai fand in Chemnitz am sog.
Die Kundgebung unter dem Nischel war auf etwa 200 Personen begrenzt.
Die Veranstaltung sollte eigentlich an einem anderen Ort stattfinden. Aue verbot jedoch die Veranstaltung.
Die ebenso von Verboten am ersten Mai geplagte Partei »Der III. Weg« nahm die Chance zu einer Kundgebung wahr und erschien ebenfalls mit etwa 50 Personen zur Veranstaltung.
Der III. Weg nutzte die Veranstaltung, um Unterstützer*innenunterschriften zu sammeln.
Da die Veranstaltung nur unter Auflagen stattfinden konnte und die Teilnehmendenzahl begrenzt wahr, mussten einige Anreisende wieder weggeschickt werden.
Die Reden waren teils etwas wirr. Die Politik der Bundesregierung wurde mit Begriffen wie »will den totalen Lockdown« oder »Ermächtigungsgesetz« mit dem NS verglichen und relativierte ihn somit. Als leitendes Thema sollten die Coronamaßnahmen gelten, auch wurde Bezug auf eine Unabhängigkeit von der Bundesrepublik und der EU genommen.
Zu jenen, die aktiv an der Durchführung der Kundgebung beteiligt waren, gehörte auch der rechte Aktivist und ehemalige Dortmunder Michael Brück, der erst kürzlich nach Chemnitz gezogen ist.
Im Umfeld der Veranstaltung kam es zu einigen Zwischenfällen, die durch neonazistische Sportgruppen ausgelöst worden sind. Diese wurde in den öffentlichen Kanälen der Partei verharmlost.
Die Polizei schien sich allerdings auf noch mehr Schwierigkeiten eingestellt zu haben. Sie ist mit einem Räumpanzer und drei Wasserwerfern vor Ort gewesen.
Zu den Rednern gehörte auch der NPD-Mandatsträger Stefan Hartung. Er hielt die mit Abstand längste Rede. Er war ebenfalls für die Veranstaltung verantwortlich.
Der Teilnehmer in der Mitte rechts trägt keine normale Schirmmütze, sondern eine spezielle Anstoßkappe, die vor Gewalteinwirkung schützt.
Die Partei »Freie Sachsen« versteht sich als überparteiliches Bündnis aus Gruppen, Parteien und Einzelpersonen…
… Die politische Ausrichtung ist vorgeblich eine Unabhängigkeit von der Bundes- und EU-Politik für Sachsen, sowie eine Kritik an den Coronamaßnahmen, welche einen verschwörungsideologischen Einschlag hat. Sie ist praktisch ein Sammlungsbewegung der rechten Akteure in Sachsen.
Stefan Hartung, NPD-Stadtratsmandat in Aue-Bad Schlema, im Kreisrat im Erzgebirgskreis, Kreisvorsitzender im NPD-KV Erzgebirge, sowie stellvertretender Vorsitzender der Partei »Freie Sachsen«.
Zitieren
Recherche Nord: Kundgebung der Partei "Freie Sachsen" in Chemnitz, Chemnitz, 01.05.2021.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2021-05-01-c/