Der III. Weg in Zwickau
Auch im Jahr 2022 rief die neonazistische Parteiorganisation Der III.
Anders als noch in den beiden Jahren zuvor, konnte die Veranstaltung in diesem Jahr stattfinden.
Als diesjähriger Austragungsort wurde Zwickau gewählt. Der Startplatz wie auch der Ort für die Abschlusskundgebung befand sich auf dem dortigen Neumarkt.
Zu Beginn mussten noch einige technische Probleme umschifft werden. Hier startet der Stadtrat aus Plauen, Tony Gentsch, den Generator neu.
… diese wurde daraufhin am Lautsprecherwagen befestigt.
Auf dem Neumarkt waren neben Bierbänken auch einige Stände aufgebaut, an denen Informationen zur Partei, Merchandise und Wurstbrötchen verteilt worden sind.
Die Anreise gestaltete sich für die Anhänger*innen der neonazistischen Kleinstpartei als schwierig. Die Probleme verursachten sie jedoch selbst.
Während der Anreise griffen Mitglieder der neonazistischen Partei Personen an. Dabei flogen unter anderem Steine und Flaschen auf einen Zug.
Nicht alle der Angreifer*innen nahmen später an dem Aufmarsch teil.
Einige Angreifer auf den Zug tauchten später nicht auf der Veranstaltung auf. Andere Anwesende der Situation wie der stellvertretende Vorsitzende der Partei, Klaus Armstroff, dagegen schon.
Die zu spät kommende Gruppe wurde intensiver durchsucht als die Anreisenden zuvor.
Einige der Neonazis nutzten nicht den Haupteingang zum Gelände, sondern kletterten stattdessen auf der Rückseite über den Zaun.
Der Parteivorsitzende Matthias Fischer hielt ebenfalls eine Rede.
Thorsten Kokula tritt des öfteren als Redner auf Veranstaltungen des III. Wegs auf.
Diese Gruppe, unter anderem bestehend aus René Rodriguez-Teufer, Matthias Herrmann (beide ehemals Aktionsbüro Rhein-Neckar) sowie Lilith Evler, stimmte zum Singen von »deutschem Kulturgut« an.
Matthias Herrmann (Bildmitte) ist kein Unbekannter und war bereits Mitglied in verschiedenen Neonaziorganisationen. Hermann wurde dabei unter anderem vorgeworfen beim Verlassen der NPD bis zu 30.000€ gestohlen zu haben.
Im Publikum wurden Liedzettel ausgeteilt. Es wurde allerdings nicht lange mitgesungen.
Der III. Weg plante Luftballons in die Luft steigen zu lassen. Hier beschwert sich der Parteivorsitzende Matthias Fischer darüber, dass die Polizei untersagt habe, Karten mit Parteiaufschriften anzuhängen.
Auch der stellvertretende Vorsitzende des III. Wegs, Klaus Armstroff, hielt noch eine Rede.
Auch der K1-Kampfsportler Martin Langner und Mitglied es III. Weges nahm wieder an der Veranstaltung teil.
Der Berliner III Weg Aktivst Oliver Oeltze gilt als einer der umtriebigsten Aktivisten der Neonaziorganisation in der Bundeshauptstadt.
Stefan Schäfer verteilte Flyer an umstehende Passant:innen.
Der Ordnerdienst vom III. Weg gilt als professionelle Schlägertruppe.
Deren Mitglieder treten regelmäßig in Einheitskleidung und Quarzhandschuhen in Erscheinung.
Die Demonstration wurde auch dieses Mal von Klaus Armstroff angeführt, gefolgt von Trommlern.
Die Demonstration wurde zu Beginn einmal angehalten, weil sich der Trommeltakt zum Marschieren eignete.
Diese Ballons wurden aufgrund eines Verbots durch die Polizei ohne die daran hängenden Karten an die Demonstrant*innen verteilt.
Zitieren
Recherche Nord: Der III. Weg in Zwickau, Zwickau, 01.05.2022.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2022-05-01-z/