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Neonazi-Kundgebungen in Celle

Neonazi-Kundgebungen in Celle

Am Sonntag, den 22. Oktobber 2023 führte die neonazistische Partei "Die Heimat" (ehemals NPD) im niedersächsischen Celle zwei Kundgebungen durch.

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Neonazi-Kundgebungen in Celle
Am Sonntag, den 22. Oktobber 2023 führte die neonazistische Partei "Die Heimat" (ehemals NPD) im niedersächsischen Celle zwei Kundgebungen durch.

Am Sonntag, den 22. Oktobber 2023 führte die neonazistische Partei “Die Heimat” (ehemals NPD) im niedersächsischen Celle zwei Kundgebungen durch.

Als Versammlungsleiter des kleinen Spektakels trat das Bundesvorstandsmitglied Claus Cremer in Erscheinung. Cremer, der auch den Landesvorsitz in Nordrhein-Westfalen inne hat und für "Die Heimat" für die kommende Europawahl kandidiert, erschien bereits eine Stunde vor dem eigentlichen Veranstaltungsbeginn am Ort des Geschehens. In der Region hielt sich Cremer indes bereits seit dem Vortag auf - so gehörte er zu den Teilnehmenden einer völkischen-neonazistischen Zusammenkunft, welche am Vortag am Rand der nahegelegenen Gemeinde Eschede durchgeführt wurde.

Als Versammlungsleiter des kleinen Spektakels trat das Bundesvorstandsmitglied Claus Cremer in Erscheinung. Cremer, der auch den Landesvorsitz in Nordrhein-Westfalen inne hat und für “Die Heimat” für die kommende Europawahl kandidiert, erschien bereits eine Stunde vor dem eigentlichen Veranstaltungsbeginn am Ort des Geschehens. In der Region hielt sich Cremer indes bereits seit dem Vortag auf - so gehörte er zu den Teilnehmenden einer völkischen-neonazistischen Zusammenkunft, welche am Vortag am Rand der nahegelegenen Gemeinde Eschede durchgeführt wurde.

Der Veranstaltungsbeginn der ersten Kundgebung war auf 11 Uhr veranschlagt. Angeführt von ihrem Bundesvorsitzenden Sebastian Weigler (Bildmitte, mit Brille) erschienen kurz vor Beginn dann etwa ein dutzend Mitglieder der Jugendorganisation "Junge Nationalisten" (JN). Diese rekrutierten sich dabei aus dem JN-Regionalverband Nord und kamen vorwiegend aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Der Veranstaltungsbeginn der ersten Kundgebung war auf 11 Uhr veranschlagt. Angeführt von ihrem Bundesvorsitzenden Sebastian Weigler (Bildmitte, mit Brille) erschienen kurz vor Beginn dann etwa ein dutzend Mitglieder der Jugendorganisation “Junge Nationalisten” (JN). Diese rekrutierten sich dabei aus dem JN-Regionalverband Nord und kamen vorwiegend aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Die JN-Reisegruppe zeichnete sich vor allem durch die Anwesenheit zahlreicher "Neuzugänge" in den Strukturen des Jugenverbandes aus. Langjährige Mitglieder blieben der Veranstaltung hingegen weitestgehend fern. Von den ursprünglich zwanzig angemeldeten Teilnehmenden erschienen dann schließlich nur rund die Hälfte.

Die JN-Reisegruppe zeichnete sich vor allem durch die Anwesenheit zahlreicher “Neuzugänge” in den Strukturen des Jugenverbandes aus. Langjährige Mitglieder blieben der Veranstaltung hingegen weitestgehend fern. Von den ursprünglich zwanzig angemeldeten Teilnehmenden erschienen dann schließlich nur rund die Hälfte.

Dies korospondiert mit dem Umstand, dass etliche der JN-Führungspersonen, insbesondere in Niedersachsen die Öffentlichkeit regelrecht scheuen. So treten manche Funktionsträger, bei Gelegenheiten wo möglichweise Öffentlichkeit gegeben ist, zum Teil nur vermummt in Erscheinung. Das parteipolitische Engagement wird dann den eigenen beruflichen Fortkommen untergeordnet - welches bei entsprechender Berichterstattung als gefährdet angesehen wird.

Dies korospondiert mit dem Umstand, dass etliche der JN-Führungspersonen, insbesondere in Niedersachsen die Öffentlichkeit regelrecht scheuen. So treten manche Funktionsträger, bei Gelegenheiten wo möglichweise Öffentlichkeit gegeben ist, zum Teil nur vermummt in Erscheinung. Das parteipolitische Engagement wird dann den eigenen beruflichen Fortkommen untergeordnet - welches bei entsprechender Berichterstattung als gefährdet angesehen wird.

Aus diesem Grund waren bei der Kundgebung in Celle nun vor allem jüngere Neonazis zugegen.

Aus diesem Grund waren bei der Kundgebung in Celle nun vor allem jüngere Neonazis zugegen.

Ebenfalls vor Ort war mit Micha M. einer der wichtigsten Vertreter des völkischen Flügels des JN-Jugendverbands. M., der inzwischen auf eine jahrelange Sozialisation innerhalb der militanten Neonaziszene verweisen kann, gilt als ideologischer Hardliner. Die von ihm beeinflußten JN-Stützpunkte zeichnen sich durch umfangreiche Aktivitäten aus. Wanderungen, Kampfsport, völkische Feste sowie regelhafte Agitationen gegen politische Gegner*innen zählen hier zum Standart-Reportoire.

Ebenfalls vor Ort war mit Micha M. einer der wichtigsten Vertreter des völkischen Flügels des JN-Jugendverbands. M., der inzwischen auf eine jahrelange Sozialisation innerhalb der militanten Neonaziszene verweisen kann, gilt als ideologischer Hardliner. Die von ihm beeinflußten JN-Stützpunkte zeichnen sich durch umfangreiche Aktivitäten aus. Wanderungen, Kampfsport, völkische Feste sowie regelhafte Agitationen gegen politische Gegner*innen zählen hier zum Standart-Reportoire.

Die Gruppe führte eine mobile Lautsprecheranlage mit sich. Wenn dort keine Reden ertönten, wurde darüber Rechtsrock und die Lieder neonazistischer Liedermacher abgespielt.

Die Gruppe führte eine mobile Lautsprecheranlage mit sich. Wenn dort keine Reden ertönten, wurde darüber Rechtsrock und die Lieder neonazistischer Liedermacher abgespielt.

Das mitgeführte Transparent wurde erst kurz zuvor, wie jüngere JN-Mitglieder verkündeten, mit Plaka-Farbe gemalt und hier, in Sichtweite der Celler Stadtkirche, seinem ersten Eisatz überführt.

Das mitgeführte Transparent wurde erst kurz zuvor, wie jüngere JN-Mitglieder verkündeten, mit Plaka-Farbe gemalt und hier, in Sichtweite der Celler Stadtkirche, seinem ersten Eisatz überführt.

Der JN-Kader Micha M. war, wie bereits in der Vergangenheit insbsondere für die Dokumentation der Veranstaltung verantwortlich.

Der JN-Kader Micha M. war, wie bereits in der Vergangenheit insbsondere für die Dokumentation der Veranstaltung verantwortlich.

Einzelnen JN-Mitgliedern wurde vom JN-Bundesvorsitzenden Weigler angeraten sich im Verlauf der Veranstaltung hinter mitgeführten Pappschildern zu verbergen. Während die späteren Redebeiträge unter anderen von Aufrufen wie "Gesicht zeigen!" durchzogen waren, war dies für den Neonazi-Nachwuchs nicht vorgesehen.

Einzelnen JN-Mitgliedern wurde vom JN-Bundesvorsitzenden Weigler angeraten sich im Verlauf der Veranstaltung hinter mitgeführten Pappschildern zu verbergen. Während die späteren Redebeiträge unter anderen von Aufrufen wie “Gesicht zeigen!” durchzogen waren, war dies für den Neonazi-Nachwuchs nicht vorgesehen.

Sebastian Weigler, der auch Anmelder der Kundgebung in Celle in Erscheinung trat, hielt dann im Verlauf der insgesamt zwei Kundgebungen, gleich mehrere Redebeiträge.

Sebastian Weigler, der auch Anmelder der Kundgebung in Celle in Erscheinung trat, hielt dann im Verlauf der insgesamt zwei Kundgebungen, gleich mehrere Redebeiträge.

Weigler steht der JN seit dem vergangenen Jahr als Bundesvorsitzender vor. Zuvor war Weigler als Regionalleiter Nord für die Geschicke des Jugendverbands in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg verantwortlich. Das Wirken von Weigler zeichnete sich in der Vergangenheit vor allem dadurch aus, dass der JN-Nachwuchs in seinem Zuständigkeitsbereich nur wenige Monate in den Strukturen verweilte, bevor dieser sich wieder zurückzog. Lediglich die gefestigten Strukturen der JN in der Lüneburger Heide, die weitestgehend unabhängig von Weiglers Wirken agierten, bescherten Weigler den Ruf einer potentiellen Führungsperson. Nachdem der bisherige Bundesvorsitzene Paul Rzehaczek nicht erneut für das Amt des Bundesvorsitzenden kandidierte, übernahm der, wie es heißt mit "Machtstreben" ausgestatte Weigler das verkante Amt im JN-Bundesvorstand.

Weigler steht der JN seit dem vergangenen Jahr als Bundesvorsitzender vor. Zuvor war Weigler als Regionalleiter Nord für die Geschicke des Jugendverbands in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg verantwortlich. Das Wirken von Weigler zeichnete sich in der Vergangenheit vor allem dadurch aus, dass der JN-Nachwuchs in seinem Zuständigkeitsbereich nur wenige Monate in den Strukturen verweilte, bevor dieser sich wieder zurückzog. Lediglich die gefestigten Strukturen der JN in der Lüneburger Heide, die weitestgehend unabhängig von Weiglers Wirken agierten, bescherten Weigler den Ruf einer potentiellen Führungsperson. Nachdem der bisherige Bundesvorsitzene Paul Rzehaczek nicht erneut für das Amt des Bundesvorsitzenden kandidierte, übernahm der, wie es heißt mit “Machtstreben” ausgestatte Weigler das verkante Amt im JN-Bundesvorstand.

Die nun durchgeführten Kundgebungen standen auch im Zusammenhang mit der bundesweiten Neonazi-Kampagne "Werde Heimatschützer". Diese ist die Fortsetzung der NPD-"Schutzzonen-Kampagne" - bei welche Neonazis angehalten wurden im Sinne einer rassistisch motivierten Bürgerwehr durch Stadtteile zu patrouillieren.

Die nun durchgeführten Kundgebungen standen auch im Zusammenhang mit der bundesweiten Neonazi-Kampagne “Werde Heimatschützer”. Diese ist die Fortsetzung der NPD-“Schutzzonen-Kampagne” - bei welche Neonazis angehalten wurden im Sinne einer rassistisch motivierten Bürgerwehr durch Stadtteile zu patrouillieren.

Gleichzeitig mit den Kundgebungen in Celle führten Neonazis im Zusammenhang mit der Kampagne auch eine kleine Aktion in Berlin durch.

Gleichzeitig mit den Kundgebungen in Celle führten Neonazis im Zusammenhang mit der Kampagne auch eine kleine Aktion in Berlin durch.

Sebbastian Weigler bei der Produktion von Social-Media-Centent.

Sebbastian Weigler bei der Produktion von Social-Media-Centent.

Neben dem Start der "Werde Heimatschützer"-Kampagne, richtete sich die Kundgebung gegen die vermeintlich bekannt gewordenen Pläne eine Moschee in der Celler Innenstadt zu errichten. Die JN bezieht sich dabei auf ein Posting in den Sozialen Medien, in welchem sich eine Einzelperson mit mutmaßlichen Verbindungen in die salafistische Szene dafür aussprach, einen Begegnungsraum in einem leerstehenden Gebäude in Celle zu schaffen. Für die JN  genug um daraus zu schließen, dass es sich um eine faktische Gegebenheit handelt das in Celle nun eine Moschee im Innenstadtbereich eröffnet werden soll. Bei den zuständigen Behörden indes ist nichts über dergleichen Pläne bekannt.

Neben dem Start der “Werde Heimatschützer”-Kampagne, richtete sich die Kundgebung gegen die vermeintlich bekannt gewordenen Pläne eine Moschee in der Celler Innenstadt zu errichten. Die JN bezieht sich dabei auf ein Posting in den Sozialen Medien, in welchem sich eine Einzelperson mit mutmaßlichen Verbindungen in die salafistische Szene dafür aussprach, einen Begegnungsraum in einem leerstehenden Gebäude in Celle zu schaffen. Für die JN genug um daraus zu schließen, dass es sich um eine faktische Gegebenheit handelt das in Celle nun eine Moschee im Innenstadtbereich eröffnet werden soll. Bei den zuständigen Behörden indes ist nichts über dergleichen Pläne bekannt.

Die von den Neonazi-Aktivisten gefertigten Aufnahmen wurden dann auch bereitwillig von einer lokalen Zeitung übernommen. Die Übernahme beschränkte sich dabei nicht nur auf Bildmaterial. Auch die Inhalte der Neonazi-Partei, inklusive der rassistische Sprachcode von einer "Überfremdung" wurden uneingeordnet reproduziert. Neben der Propagandamöglichkeit verfolgt die Neonazi-Partei damit auch ein ganz pragmatisches Ziel. Durch die Verwendung von Bildmaterialien versuchen Neonazi-Aktivisten Zugriff auf legitime Presseausweise zu erhalten, indem sie Veröffentlichungen nachweisen können. (Screenshot vom 23.10.2023)

Die von den Neonazi-Aktivisten gefertigten Aufnahmen wurden dann auch bereitwillig von einer lokalen Zeitung übernommen. Die Übernahme beschränkte sich dabei nicht nur auf Bildmaterial. Auch die Inhalte der Neonazi-Partei, inklusive der rassistische Sprachcode von einer “Überfremdung” wurden uneingeordnet reproduziert. Neben der Propagandamöglichkeit verfolgt die Neonazi-Partei damit auch ein ganz pragmatisches Ziel. Durch die Verwendung von Bildmaterialien versuchen Neonazi-Aktivisten Zugriff auf legitime Presseausweise zu erhalten, indem sie Veröffentlichungen nachweisen können. (Screenshot vom 23.10.2023)

Das es sich bei dem Thema allerdings um einen vorgeschobenen wie austauschbaren Inhalt handelte und es vielmehr um die gezielte Verbreitung rassistischer Propaganda ging, machten die Redebeiträge im Verlauf der Kundgebungen mehr als deutlich. Das offizielle Motto "Leerstand konstruktiv begegnen – für eine positive Entwicklung der Innenstädte" wurde dabei so gedeutet, dass die massenhafte Ausweisung und Vertreibung großer Bevölkerungsgruppen gefordert wurde.

Das es sich bei dem Thema allerdings um einen vorgeschobenen wie austauschbaren Inhalt handelte und es vielmehr um die gezielte Verbreitung rassistischer Propaganda ging, machten die Redebeiträge im Verlauf der Kundgebungen mehr als deutlich. Das offizielle Motto “Leerstand konstruktiv begegnen – für eine positive Entwicklung der Innenstädte” wurde dabei so gedeutet, dass die massenhafte Ausweisung und Vertreibung großer Bevölkerungsgruppen gefordert wurde.

Für die Kundgebung, wurde eigens ein Flugblatt gedruckt, für welches der Bundesvorsitzende presserechtlich verantwortlich zeichnete. JN-Aktivisten, hier ein Mitglied aus Schleswig-Holstein, verteilten diese im Umfeld der Kundgebung.

Für die Kundgebung, wurde eigens ein Flugblatt gedruckt, für welches der Bundesvorsitzende presserechtlich verantwortlich zeichnete. JN-Aktivisten, hier ein Mitglied aus Schleswig-Holstein, verteilten diese im Umfeld der Kundgebung.

Der Zuspruch fiel dabei nicht sonderlich groß aus und der Erfolg der Verteilaktion blieb überschaubar. Die Neonazi-Partei zielte vor allem darauf ab durch ihre veränderte Namensgebung Interesse und Zuspruch hervorzurufen.

Der Zuspruch fiel dabei nicht sonderlich groß aus und der Erfolg der Verteilaktion blieb überschaubar. Die Neonazi-Partei zielte vor allem darauf ab durch ihre veränderte Namensgebung Interesse und Zuspruch hervorzurufen.

Die Umbenennung in "Die Heimat" folgt der strategischen Überlegung gezielt Personengruppen anzusprechen die von "den drei Buchstaben" abgeschreckt sind - wie es aus Parteikreisen heißt. Gemeint ist damit das Parteikürzel der NPD. Neue und alte Wähler*innen sollen so erreicht und gewonnen werden. Inwieweit das Konzept Früchte trägt, wird die Zukunft zeigen müssen. Auch gibt es in der Partei weiterhin Widerstand gegen das Vorgehen. Der NPD-Landesverband Hamburg hat dem Bundesverband inzwischen die Gefolgschaft gekündigt, erkennt den derzeitigen Bundesvorsitzenden Frank Franz nicht mehr an und liefert sich inzwischen einen Namensstreit, der wohl erst durch zukünftige Gerichtsurteile entschieden werden wird. Inzwischen gibt es einen kommisarischen "Die Heimat"-Landesverband.

Die Umbenennung in “Die Heimat” folgt der strategischen Überlegung gezielt Personengruppen anzusprechen die von “den drei Buchstaben” abgeschreckt sind - wie es aus Parteikreisen heißt. Gemeint ist damit das Parteikürzel der NPD. Neue und alte Wähler*innen sollen so erreicht und gewonnen werden. Inwieweit das Konzept Früchte trägt, wird die Zukunft zeigen müssen. Auch gibt es in der Partei weiterhin Widerstand gegen das Vorgehen. Der NPD-Landesverband Hamburg hat dem Bundesverband inzwischen die Gefolgschaft gekündigt, erkennt den derzeitigen Bundesvorsitzenden Frank Franz nicht mehr an und liefert sich inzwischen einen Namensstreit, der wohl erst durch zukünftige Gerichtsurteile entschieden werden wird. Inzwischen gibt es einen kommisarischen “Die Heimat”-Landesverband.

Auch der als Versammlungsleiter anwesende Claus Cremer hielt mehrere Redebeiträge. Die Mitteilung das Claus Cremer eigens für die Kundgebungen nach Celle gereist war entsprach, wie so manch andere Einlassung während der Kundgebungen, jedoch nicht der vollen Wahrheit. Cremer gehörte bereits am Vortag zu den Teilnehmenden eines völkisch-neonazistischen Herbstfestes auf dem sogenannten "Heimathof", einer im Parteibesitz befindlichen Liegenschaft im nahegelegenen Eschede.

Auch der als Versammlungsleiter anwesende Claus Cremer hielt mehrere Redebeiträge. Die Mitteilung das Claus Cremer eigens für die Kundgebungen nach Celle gereist war entsprach, wie so manch andere Einlassung während der Kundgebungen, jedoch nicht der vollen Wahrheit. Cremer gehörte bereits am Vortag zu den Teilnehmenden eines völkisch-neonazistischen Herbstfestes auf dem sogenannten “Heimathof”, einer im Parteibesitz befindlichen Liegenschaft im nahegelegenen Eschede.

Auf dem sogenannten "Heimathof" finden seit Jahren einschlägige Veranstaltungen der Neonaziszene statt. Hier werden bereits die jüngsten mit einem entsprechenden Weltbild in Berührung gebracht. (Screenshot: Instagram)

Auf dem sogenannten “Heimathof” finden seit Jahren einschlägige Veranstaltungen der Neonaziszene statt. Hier werden bereits die jüngsten mit einem entsprechenden Weltbild in Berührung gebracht. (Screenshot: Instagram)

Bei dem Neonazitreffen in Eschede war auch Jens Woitas zugegen, bis 2020 Mitglied bei Die Linke, der mittlerweile jedoch völkischen und nationalistischen Positionen vertritt. Woitas hielt bei der Veranstaltung einen Redebeitrag. (Screenshot: Instagram)

Bei dem Neonazitreffen in Eschede war auch Jens Woitas zugegen, bis 2020 Mitglied bei Die Linke, der mittlerweile jedoch völkischen und nationalistischen Positionen vertritt. Woitas hielt bei der Veranstaltung einen Redebeitrag. (Screenshot: Instagram)

(Screenshot: Instagram)
(Screenshot: Instagram)
(Screenshot: Instagram)
(Screenshot: Instagram)
JN-Mitglied aus Schleswig-Holstein. Der jugendliche Neonazi war zuvor Mitglied bei der AfD-Jugendorganisation "Junge Alternative" (JA) gewesen. Aufgrund öffentlichkeitswirksamer Aktivitäten innerhalb der JN und eines bestehenden Unvereinbarkeitsbeschlußes innerhalb der AfD musste dieser die JA verlassen..

JN-Mitglied aus Schleswig-Holstein. Der jugendliche Neonazi war zuvor Mitglied bei der AfD-Jugendorganisation “Junge Alternative” (JA) gewesen. Aufgrund öffentlichkeitswirksamer Aktivitäten innerhalb der JN und eines bestehenden Unvereinbarkeitsbeschlußes innerhalb der AfD musste dieser die JA verlassen..

Ebenfalls nicht so ganz mit der Wahrheit hielt es Sebastian Weigler mit den Inhalten in seinen Redebeiträgen. So berichtete er mehrfach von einem Vorfall der sich in "seinem Landkreis" im niedersächsischen Helmstedt zugetragen habe - allerdings ist Weigler dort gar nicht mehr wohnhaft.

Ebenfalls nicht so ganz mit der Wahrheit hielt es Sebastian Weigler mit den Inhalten in seinen Redebeiträgen. So berichtete er mehrfach von einem Vorfall der sich in “seinem Landkreis” im niedersächsischen Helmstedt zugetragen habe - allerdings ist Weigler dort gar nicht mehr wohnhaft.

Ein JN-Aktivist aus Braunschweig zeigte den sogenannten White-Power-Gruß - eine innerhalb der Neonaziszene häufig verwendte Grußformel die an ein OK-Zeichen erinnert, innerhalb der eigenen Strukturen aber als rassistisches Bekenntnis unter Gleichgesinnten erkannt wird.

Ein JN-Aktivist aus Braunschweig zeigte den sogenannten White-Power-Gruß - eine innerhalb der Neonaziszene häufig verwendte Grußformel die an ein OK-Zeichen erinnert, innerhalb der eigenen Strukturen aber als rassistisches Bekenntnis unter Gleichgesinnten erkannt wird.

Nach der ersten Kundgebung folgte eine weitere Versammlung wenige hundert Meter entfernt in der Celler Innenstadt.

Nach der ersten Kundgebung folgte eine weitere Versammlung wenige hundert Meter entfernt in der Celler Innenstadt.

Hier kamen weitere Teilnehmende aus dem Bereich Dortmund (NRW) hinzu.

Hier kamen weitere Teilnehmende aus dem Bereich Dortmund (NRW) hinzu.

Zitieren

Recherche Nord: Neonazi-Kundgebungen in Celle, Celle, 22.10.2023. Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2023-10-22/
Recherche Nord

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© recherche-nord — Neonazi-Kundgebungen in Celle, 22.10.2023
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