Selbstinszenierung der Jungen Alternative nach dem Anschlag in Magdeburg
Am Samstag, den 21. Dezember, reisten Mitglieder der Jungen Alternative zu einer "Mahnwache" nach Magdeburg, nachdem am Freitag ein Anschlag auf den Weihnachtsmarkt verübt wurde, bei dem mehrere …
Am Samstag, den 21. Dezember, reisten Mitglieder der Jungen Alternative zu einer “Mahnwache” nach Magdeburg, nachdem am Freitag ein Anschlag auf den Weihnachtsmarkt verübt wurde, bei dem mehrere Menschen getötet und etliche verletzt wurden.
Sie legten gemeinsam mit Tino Chrupalla Blumen, aber auch Sticker und Kerzen mit dem Logo der “Jungen Alternative” am zentralen Gedenkort nieder.
Als führende Person trat hier wieder Anna Leisten (JA-Bundesvorstand und Vorsitzende der JA Brandenburg) auf - zu sehen ist sie hier mittig mit Plakat. Leisten ist vor allem durch ihre Nähe zur Identitären Bewegung bekannt - eine neofaschistische Organisation, zu der ein Unvereinbarkeitsbeschluss der AfD besteht.
Im Anschluss begab sich eine Gruppe von etwa 35 Personen noch in Richtung Innenstadt, um dort gemeinsam für ein Gruppenfoto zu posieren.
Wenige Minuten später beendeten sie ihre Zusammenkunft bereits wieder.
Die Junge Alternative nutzte den Anschlag, um ihre rassistische Propaganda und migrationsfeindliche Narrative zu setzen und um Wahlkampf für die Bundestagswahl im Februar zu betreiben. Es wird für die JA also vielmehr ein PR-Termin als ein Gedenken an die Todesopfer des Anschlags gewesen sein.
Zitieren
Recherche Nord: Selbstinszenierung der Jungen Alternative nach dem Anschlag in Magdeburg, Magdeburg, 21.12.2024.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2024-12-21-ja/