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Zusammenkunft von Terrororganisation Combat 18 in Deutschland

Zusammenkunft von Terrororganisation Combat 18 in Deutschland

Mitglieder des rechtsterroristischen Netzwerkes von Combat 18 (C18) und des in Deutschland verbotenen Blood & Honour-Netzwerkes trafen sich in den vergangenen Monaten wiederholt auf Veranstaltungen …

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Zusammenkunft von Terrororganisation Combat 18 in Deutschland
Combat 18 versteht sich als bewaffneter Arm des internationalen Neonazi-Netzwerkes von Blood & Honour. Dieser, in Großbritannien gegründete Zusammenschluß, koordiniert neonazistische Musikgruppen, organisiert Konzerte und trägt zur Finanzierung militanter Neonazigruppen bei. Die nationalsozialistische Weltanschauung soll so effektiv und nachhaltig verbreitet werden.

Combat 18 versteht sich als bewaffneter Arm des internationalen Neonazi-Netzwerkes von Blood & Honour. Dieser, in Großbritannien gegründete Zusammenschluß, koordiniert neonazistische Musikgruppen, organisiert Konzerte und trägt zur Finanzierung militanter Neonazigruppen bei. Die nationalsozialistische Weltanschauung soll so effektiv und nachhaltig verbreitet werden.

In Deutschland ist Blood & Honour seit September 2000 verboten. Ehemalige Mitglieder versuchten daraufhin die Organisation in der Bundesrepublik im verborgenen weiterzuführen oder neue Strukturen zu etablieren, welche weiterhin auf das verbotene Netzwerk zurückgriffen. Auch wenn das Netzwerk in Deutschland verboten ist: Erkennungszeichen von "Blood Honour Deutschland" und szenetypische Anspielungen wie bestimmte Zahlencodes (z.B. die Zahl 28 für den zweiten und achten Buchstaben im Alphabet) finden sich weiterhin auf Konzertveranstaltungen der internationalen Neonaziszene.

In Deutschland ist Blood & Honour seit September 2000 verboten. Ehemalige Mitglieder versuchten daraufhin die Organisation in der Bundesrepublik im verborgenen weiterzuführen oder neue Strukturen zu etablieren, welche weiterhin auf das verbotene Netzwerk zurückgriffen. Auch wenn das Netzwerk in Deutschland verboten ist: Erkennungszeichen von “Blood Honour Deutschland” und szenetypische Anspielungen wie bestimmte Zahlencodes (z.B. die Zahl 28 für den zweiten und achten Buchstaben im Alphabet) finden sich weiterhin auf Konzertveranstaltungen der internationalen Neonaziszene.

Die Strukturen von Combat 18 waren hingegen von dem Blood & Honour Verbot in Deutschland nicht betroffen und zeigten sich wenig beeindruckt. Gegründet wurde Combat 18, dessen Name für "Kampfeinheit Adolf Hitler" steht (Die Zahl 18 steht für den ersten und achten Buchstaben im Alphabet), ähnlich wie Blood & Honour in den 1990er Jahren in Großbritannien. Als wichtigstes Gründnungsmitglied von C18 gilt dabei William Browning. Szeneintern hört der militante Neonazi auf den Namen William "the Beast" Browning.

Die Strukturen von Combat 18 waren hingegen von dem Blood & Honour Verbot in Deutschland nicht betroffen und zeigten sich wenig beeindruckt. Gegründet wurde Combat 18, dessen Name für “Kampfeinheit Adolf Hitler” steht (Die Zahl 18 steht für den ersten und achten Buchstaben im Alphabet), ähnlich wie Blood & Honour in den 1990er Jahren in Großbritannien. Als wichtigstes Gründnungsmitglied von C18 gilt dabei William Browning. Szeneintern hört der militante Neonazi auf den Namen William “the Beast” Browning.

Browning gilt als nach Angaben britischer Medien als politischer Überzeugungstäter. Unter seiner Leitung schlossen sich Neonazis innerhalb von Combat 18 zusammen um den bewaffneten Kampf nicht nur zu propagieren, sondern diesen in die Tat umzusetzen.

Browning gilt als nach Angaben britischer Medien als politischer Überzeugungstäter. Unter seiner Leitung schlossen sich Neonazis innerhalb von Combat 18 zusammen um den bewaffneten Kampf nicht nur zu propagieren, sondern diesen in die Tat umzusetzen.

Browning (hier am vergangenen Samstag, den 08.10.2016 in Dortmund) und Combat 18 vertreten dabei ein Konzept des "Leaderless resistance". Dieses Konzept des "führerlosen Widerstandes" führte dazu das sich Combat 18 Anhänger*innen in kleinen Terrorzellen organisieren und selbstständig operieren können. Mitgliedslisten existieren nicht.

Browning (hier am vergangenen Samstag, den 08.10.2016 in Dortmund) und Combat 18 vertreten dabei ein Konzept des “Leaderless resistance”. Dieses Konzept des “führerlosen Widerstandes” führte dazu das sich Combat 18 Anhänger*innen in kleinen Terrorzellen organisieren und selbstständig operieren können. Mitgliedslisten existieren nicht.

Gewalt- und Terroraktionen dienen nach Ansicht von Combat 18 der Bekämpfung und Einschüchterung politischer Gegner*innen und sollen zu einer Destabilisierung der politischen Ordnung in den jeweils betroffenen Ländern beitragen. Dieses radikale Auftreten der Gruppierung sowie die offene und rücksichtslose Propagierung von Gewalt und Terror führte nach der Gründung der Organisation schnell zu einer großen Akzeptanz und Bewunderung innerhalb neonazistischer Netzwerke. (Das hier verwendete Symbol, welches nach § 86 StGB verboten ist, wird zu dokumentarischen und aufklärerischen Zwecken benutzt. Es dient nicht der Verharmlosung oder der Propaganda, sondern wird im Sinne des § 86a StGB Abs. 3 verwendet

Gewalt- und Terroraktionen dienen nach Ansicht von Combat 18 der Bekämpfung und Einschüchterung politischer Gegner*innen und sollen zu einer Destabilisierung der politischen Ordnung in den jeweils betroffenen Ländern beitragen. Dieses radikale Auftreten der Gruppierung sowie die offene und rücksichtslose Propagierung von Gewalt und Terror führte nach der Gründung der Organisation schnell zu einer großen Akzeptanz und Bewunderung innerhalb neonazistischer Netzwerke. (Das hier verwendete Symbol, welches nach § 86 StGB verboten ist, wird zu dokumentarischen und aufklärerischen Zwecken benutzt. Es dient nicht der Verharmlosung oder der Propaganda, sondern wird im Sinne des § 86a StGB Abs. 3 verwendet

Das Combat 18 den Worten auch Taten folgen lassen wollte, zeigte sich unter anderem im Kosovokrieg (1998 bis 1999) an welchem sich, wie bereits im Bosnienkrieg (1992 bis 1995) europäische Neonazis als Freiwillige aktiv beteiligten. Auch William Browning versuchte sich im Jahr 1999, gemeinsam mit weiteren Combat 18 Anhängern, bewaffneten Verbänden im Kosovo anzuschließen um dort an der Waffe und anderem Kriegsgerät ausgebildet zu werden.

Das Combat 18 den Worten auch Taten folgen lassen wollte, zeigte sich unter anderem im Kosovokrieg (1998 bis 1999) an welchem sich, wie bereits im Bosnienkrieg (1992 bis 1995) europäische Neonazis als Freiwillige aktiv beteiligten. Auch William Browning versuchte sich im Jahr 1999, gemeinsam mit weiteren Combat 18 Anhängern, bewaffneten Verbänden im Kosovo anzuschließen um dort an der Waffe und anderem Kriegsgerät ausgebildet zu werden.

Die Ausbildung an militärischem Kriegsgerät dient Combat 18 dabei als Vorbereitung. Erlerntes soll nach den Vorstellungen von Combat 18 die Handlungsmuster nach der Rückkehr aus den Kriegsgebieten ergänzen, die mörderischer Effizienz terroristischer Aktivitäten vergrößert werden.

Die Ausbildung an militärischem Kriegsgerät dient Combat 18 dabei als Vorbereitung. Erlerntes soll nach den Vorstellungen von Combat 18 die Handlungsmuster nach der Rückkehr aus den Kriegsgebieten ergänzen, die mörderischer Effizienz terroristischer Aktivitäten vergrößert werden.

Immer wieder wurden in der Vergangenheit bei Combat 18 Anhänger*innen in ganz Europa große Mengen an Waffen gefunden mit denen die C18-Anhängerschaft sich auf einen kommenden, von Ihnen herbeigeführten "Rassenkrieg" vorbereiten will. (Das hier verwendete Symbol, welches nach § 86 StGB verboten ist, wird zu dokumentarischen und aufklärerischen Zwecken benutzt. Es dient nicht der Verharmlosung oder der Propaganda, sondern wird im Sinne des § 86a StGB Abs. 3 verwendet

Immer wieder wurden in der Vergangenheit bei Combat 18 Anhänger*innen in ganz Europa große Mengen an Waffen gefunden mit denen die C18-Anhängerschaft sich auf einen kommenden, von Ihnen herbeigeführten “Rassenkrieg” vorbereiten will. (Das hier verwendete Symbol, welches nach § 86 StGB verboten ist, wird zu dokumentarischen und aufklärerischen Zwecken benutzt. Es dient nicht der Verharmlosung oder der Propaganda, sondern wird im Sinne des § 86a StGB Abs. 3 verwendet

Combat 18 wird inzwischen für eine ganze Reihe von gewalttätigen Anschlägen, Morden sowie Mordversuchen verantwortlich gemacht. Auch Briefbomben und Bombenanschläge gehen auf das Konto von Combat 18. Unter dem Namen Redwatch veröffentlicht Combat 18 Todeslisten von politischen Gegnern und Gegnerinnen.

Combat 18 wird inzwischen für eine ganze Reihe von gewalttätigen Anschlägen, Morden sowie Mordversuchen verantwortlich gemacht. Auch Briefbomben und Bombenanschläge gehen auf das Konto von Combat 18. Unter dem Namen Redwatch veröffentlicht Combat 18 Todeslisten von politischen Gegnern und Gegnerinnen.

Im April 1999 erschütterte eine Serie von Bombenanschlägen die britische Hauptstadt London. Durch die Explosion einer Bombe am 30. April 1999 in Soho starben Andrea Dykes, 27, die im vierten Monat mit ihrem ersten Kind schwanger war, ihre Freunde Nick Moore, 31, und John Light, 32, der Pate des Kindes, die sie an dem Abend eingeladen hatten. Andrea Dykes Ehemann Julian wurde schwer verletzt. Insgesamt wurden bei der Explosion 79 Personen verletzt, viele davon schwer. Vier der Überlebenden mussten Gliedmaßen amputiert werden. Auch bei den anderen Sprengstoffanschlägen wurden dutzende Personen verletzt. Einem 23 Monate alten Jungen wurde ein Nagel durch die Stirn ins Gehirn getrieben.

Im April 1999 erschütterte eine Serie von Bombenanschlägen die britische Hauptstadt London. Durch die Explosion einer Bombe am 30. April 1999 in Soho starben Andrea Dykes, 27, die im vierten Monat mit ihrem ersten Kind schwanger war, ihre Freunde Nick Moore, 31, und John Light, 32, der Pate des Kindes, die sie an dem Abend eingeladen hatten. Andrea Dykes Ehemann Julian wurde schwer verletzt. Insgesamt wurden bei der Explosion 79 Personen verletzt, viele davon schwer. Vier der Überlebenden mussten Gliedmaßen amputiert werden. Auch bei den anderen Sprengstoffanschlägen wurden dutzende Personen verletzt. Einem 23 Monate alten Jungen wurde ein Nagel durch die Stirn ins Gehirn getrieben.

Zu den Anschlägen bekannte sich Combat 18. Als Täter wurde wenig später der britische Neonazi David Copeland verhaftet.

Zu den Anschlägen bekannte sich Combat 18. Als Täter wurde wenig später der britische Neonazi David Copeland verhaftet.

Im Pamphlet der skandinavischen Blood & Honour Sektion "The Way Forward" welches die Richtlinien für Combat 18 enthält heißt es sinngemäß: "Combat 18 muss als bewaffneter Arm der Blood & Honour Bewegung handeln. "Bewaffnet" zu sein bedeutet für uns nicht jede Menge Waffen und Granaten zu besitzen ... oder über diese Waffen zu reden, sondern diese abzufeuern.

Im Pamphlet der skandinavischen Blood & Honour Sektion “The Way Forward” welches die Richtlinien für Combat 18 enthält heißt es sinngemäß: “Combat 18 muss als bewaffneter Arm der Blood & Honour Bewegung handeln. “Bewaffnet” zu sein bedeutet für uns nicht jede Menge Waffen und Granaten zu besitzen … oder über diese Waffen zu reden, sondern diese abzufeuern.

Combat 18 versteht sich dabei als Vorbild für andere Gruppierungen und Einzelpersonen. Gewaltaufrufe sowie der zynische Umgang mit Gewaltandrohungen sind für die Neonaziszene seit jeher ein willkommenes Unterfangen, so das Combat 18 in seiner Außenwirkung immer wieder auf fruchtbaren Boden fällt.

Combat 18 versteht sich dabei als Vorbild für andere Gruppierungen und Einzelpersonen. Gewaltaufrufe sowie der zynische Umgang mit Gewaltandrohungen sind für die Neonaziszene seit jeher ein willkommenes Unterfangen, so das Combat 18 in seiner Außenwirkung immer wieder auf fruchtbaren Boden fällt.

1996 wurden Briefbombenanschläge gegen britische Prominente verübt, an denen britische, dänische und schwedische Neonazis beteiligt waren. In Deutschland geriet Combat 18 in den Blickwinkel der Öffentlichkeit nachdem es im Januar 2004 zu einer Razzia gegen eine eine Combat 18 Zelle in Pinneberg (Schleswig-Holstein) gekommen war. Waffenfunde, Propagandamaterialien und Pläne zur Gewaltanwendung wurden dabei sichergestellt.

1996 wurden Briefbombenanschläge gegen britische Prominente verübt, an denen britische, dänische und schwedische Neonazis beteiligt waren. In Deutschland geriet Combat 18 in den Blickwinkel der Öffentlichkeit nachdem es im Januar 2004 zu einer Razzia gegen eine eine Combat 18 Zelle in Pinneberg (Schleswig-Holstein) gekommen war. Waffenfunde, Propagandamaterialien und Pläne zur Gewaltanwendung wurden dabei sichergestellt.

Am Freitag, dem 27. November 2009, kamen bei einem Anschlag auf einen Schnellzug (Newski-Express) bei Bologoje/Russland mindestens 39 Menschen ums Leben. Mindestens 100 weitere wurden verletzt. Zu der Tat bekannte sich in einem russischen Blog Combat 18.

Am Freitag, dem 27. November 2009, kamen bei einem Anschlag auf einen Schnellzug (Newski-Express) bei Bologoje/Russland mindestens 39 Menschen ums Leben. Mindestens 100 weitere wurden verletzt. Zu der Tat bekannte sich in einem russischen Blog Combat 18.

Obwohl Combat 18 offen als Teilorganisation von Blood & Honour agiert, blieb das militante Netzwerk in der Bundesrepublik vom Verbot von Blood & Honour unbeeindruckt. Deutsche Neonazis, welche dem Netzwerk zugerechnet werden, verwenden bis heute nahezu selbstverständlich das Logo und Erklennungszeichen der terroristischen Organisation und propagieren damit, unter den Augen der Sicherheitsbehörden die dort innewohnende Zielsetzung.

Obwohl Combat 18 offen als Teilorganisation von Blood & Honour agiert, blieb das militante Netzwerk in der Bundesrepublik vom Verbot von Blood & Honour unbeeindruckt. Deutsche Neonazis, welche dem Netzwerk zugerechnet werden, verwenden bis heute nahezu selbstverständlich das Logo und Erklennungszeichen der terroristischen Organisation und propagieren damit, unter den Augen der Sicherheitsbehörden die dort innewohnende Zielsetzung.

In den vergangenen Monaten kam es zu mindestens zwei größeren Zusammenkünften des international agierenden Netzwerkes in der Bundesrepublik. Auch deren Anführer, William "the Beast" Browning (hier im Bild) reiste zu diesem Zweck in die Bundesrepublik.

In den vergangenen Monaten kam es zu mindestens zwei größeren Zusammenkünften des international agierenden Netzwerkes in der Bundesrepublik. Auch deren Anführer, William “the Beast” Browning (hier im Bild) reiste zu diesem Zweck in die Bundesrepublik.

So versammelten sich am 04.06.2016, im Rahmen des sogenannten "Tag der Deutschen Zukunft" (TDDZ), einer neonazistischen Kapagnendemonstration, eine größere Gruppe von Blood & Honour und Combat 18 Anhängern in Dortmund. Die Personengruppe mit Neonazis aus mehreren europäischen Ländern formierte sich um den ebenfalls anwesenden C18-Anführer William Browning (Bildmitte). Rechts von Browning befindet sich der dänische Blood & Honour Aktivist Lars Beergest, links: Robin Schmiemann

So versammelten sich am 04.06.2016, im Rahmen des sogenannten “Tag der Deutschen Zukunft” (TDDZ), einer neonazistischen Kapagnendemonstration, eine größere Gruppe von Blood & Honour und Combat 18 Anhängern in Dortmund. Die Personengruppe mit Neonazis aus mehreren europäischen Ländern formierte sich um den ebenfalls anwesenden C18-Anführer William Browning (Bildmitte). Rechts von Browning befindet sich der dänische Blood & Honour Aktivist Lars Beergest, links: Robin Schmiemann

Zu einer weiteren öffentlichen Zusammenkunft des internationalen Terrornetzwerkes von Combat 18 kam es am 08.10.2016, ebenfalls in Dortmund. Wieder mit dabei: Robin Schmiemann. Der langjährige Neonazi soll Mitglied jener Combat 18-Terrorzelle gewesen sein, die im Umfeld der Rechtsrockband "Oidoxie" gegründet wurde. Im Jahr 2007 hatte Schmiemann einen Supermarkt in Brechten überfallen und dabei einen tunesienstämmigen Kunden angeschossen. Die Dortmunder Combat-18 Gruppe soll sich im Jahr 2006 aufgelöst haben, nur wenige Wochen vor dem NSU-Mord an Mehmet Kubasik in Dortmund.

Zu einer weiteren öffentlichen Zusammenkunft des internationalen Terrornetzwerkes von Combat 18 kam es am 08.10.2016, ebenfalls in Dortmund. Wieder mit dabei: Robin Schmiemann. Der langjährige Neonazi soll Mitglied jener Combat 18-Terrorzelle gewesen sein, die im Umfeld der Rechtsrockband “Oidoxie” gegründet wurde. Im Jahr 2007 hatte Schmiemann einen Supermarkt in Brechten überfallen und dabei einen tunesienstämmigen Kunden angeschossen. Die Dortmunder Combat-18 Gruppe soll sich im Jahr 2006 aufgelöst haben, nur wenige Wochen vor dem NSU-Mord an Mehmet Kubasik in Dortmund.

Robin Schmiemann pflegte darüber hinaus, zumindest während seine Inhaftierung, eine direkte Verbindung zum "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU). In seiner Zelle fanden sich Briefe von Beate Zschäpe, mit der er einen regen Briefkontakt seit ihrem Haftantritt unterhielt. Auch die NSU-Terroristen Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt politisierten sich unter anderem im Umfeld von Blood & Honour und Combat 18.

Robin Schmiemann pflegte darüber hinaus, zumindest während seine Inhaftierung, eine direkte Verbindung zum “Nationalsozialistischen Untergrund” (NSU). In seiner Zelle fanden sich Briefe von Beate Zschäpe, mit der er einen regen Briefkontakt seit ihrem Haftantritt unterhielt. Auch die NSU-Terroristen Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt politisierten sich unter anderem im Umfeld von Blood & Honour und Combat 18.

Am 04.06.2016 in Dortmund anwesend: Lars Bergeest, (Bildmitte, neben William Browning) Rechts befindet sich der Neonaziaktivist Marco Eckert, welcher der Nazirockgruppen "Words of Anger", "Sturmwehr", "Oidoxie" und "Rassenhass" zuzurechnen ist...

Am 04.06.2016 in Dortmund anwesend: Lars Bergeest, (Bildmitte, neben William Browning) Rechts befindet sich der Neonaziaktivist Marco Eckert, welcher der Nazirockgruppen “Words of Anger”, “Sturmwehr”, “Oidoxie” und “Rassenhass” zuzurechnen ist…

Der ursprünglich aus Cismar im Kreis Ostholstein stammende Bergeest, wohnte zwischenzeitlich in Dänemark in einer Wohngemeinschaft mit Flemming Muff Christiansen, Führungsfigur von B&H in Dänemark und Betreiber des Labels “Celtic Moon”. Auch Bergeest trat als Aktivist von Blood & Honour Dänemark in Erscheinung und ist so mit dem theoretischem Überbau vom "führerlosen Widerstand" von Combat 18 bestens vertraut.

Der ursprünglich aus Cismar im Kreis Ostholstein stammende Bergeest, wohnte zwischenzeitlich in Dänemark in einer Wohngemeinschaft mit Flemming Muff Christiansen, Führungsfigur von B&H in Dänemark und Betreiber des Labels “Celtic Moon”. Auch Bergeest trat als Aktivist von Blood & Honour Dänemark in Erscheinung und ist so mit dem theoretischem Überbau vom “führerlosen Widerstand” von Combat 18 bestens vertraut.

Gegen fünf dänische Neonazis von B&H und C18 wurde im Jahr 1997 Untersuchungshaft angeordnet worden, weil sie für einen internationalen Terroristenring Briefbomben produziert und verschickt haben. Bei diesem Terroristenring handelte es sich um Combat 18. Bei der Verhaftung wurde ein Polizeibeamter am Bein verletzt, als der 26jährige Neonazi Thomas Derry einen Schuß abfeuerte. Die Polizei fand bei der Durchsuchung mehrerer Wohnungen in Kopenhagen zwölf weitere Zünder sowie kleine Mengen Sprengstoff für Briefbomben.

Gegen fünf dänische Neonazis von B&H und C18 wurde im Jahr 1997 Untersuchungshaft angeordnet worden, weil sie für einen internationalen Terroristenring Briefbomben produziert und verschickt haben. Bei diesem Terroristenring handelte es sich um Combat 18. Bei der Verhaftung wurde ein Polizeibeamter am Bein verletzt, als der 26jährige Neonazi Thomas Derry einen Schuß abfeuerte. Die Polizei fand bei der Durchsuchung mehrerer Wohnungen in Kopenhagen zwölf weitere Zünder sowie kleine Mengen Sprengstoff für Briefbomben.

Blood & Honour Dänemark gehörte in der Vergangenheit zu den Organisatoren sogenannter "Rudolf Heß Märsche" (Hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2007 im dänischen Kolding, bei welcher auch Lars Bergeest federführend mitwirkte und die Teilnehmer*innen dirigierte). Bei diesen Zusammenkünften kamen regelmäßig Neonazis aus Deutschland, und mehreren skandinavischen Ländern zusammen mit denen Blood & Honour Dänemark eng zusammenarbeitet.

Blood & Honour Dänemark gehörte in der Vergangenheit zu den Organisatoren sogenannter “Rudolf Heß Märsche” (Hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2007 im dänischen Kolding, bei welcher auch Lars Bergeest federführend mitwirkte und die Teilnehmer*innen dirigierte). Bei diesen Zusammenkünften kamen regelmäßig Neonazis aus Deutschland, und mehreren skandinavischen Ländern zusammen mit denen Blood & Honour Dänemark eng zusammenarbeitet.

Combat 18 Anführer Will Browning am 08.10.2016 in Dortmund. Der letzte bekannt gewordene Auftritt von Browning in der Bundesrepublik liegt über 15 Jahre zurück. Zum damaligen Zeitpunkt, im Jahr 1999 absolvierte Browning mit seiner damligen Band, der "White Power"-Nazirockband "No Remorse" in Brandenburg ein Konzert. "No Remorse", als wichtiges Propagandainstrument von Blood & Honour galt bis zu ihrer Auflösung als eine der radikalsten Musikgruppen der neonazistischen Szene...

Combat 18 Anführer Will Browning am 08.10.2016 in Dortmund. Der letzte bekannt gewordene Auftritt von Browning in der Bundesrepublik liegt über 15 Jahre zurück. Zum damaligen Zeitpunkt, im Jahr 1999 absolvierte Browning mit seiner damligen Band, der “White Power”-Nazirockband “No Remorse” in Brandenburg ein Konzert. “No Remorse”, als wichtiges Propagandainstrument von Blood & Honour galt bis zu ihrer Auflösung als eine der radikalsten Musikgruppen der neonazistischen Szene…

... Cover der "No Remorse" Veröffentlichung "Barbecue in Rostock" mit welcher die Szene auf brutale Art auf die rassistischen Pogrome in Rostock-Lichtenhagen anspielte, bei welchem unter dem Gegröhle von bis zu 3000 Zuschauer*innen ein Wohnheim mit Molotowcocktails in Brand gesteckt wurde.

… Cover der “No Remorse” Veröffentlichung “Barbecue in Rostock” mit welcher die Szene auf brutale Art auf die rassistischen Pogrome in Rostock-Lichtenhagen anspielte, bei welchem unter dem Gegröhle von bis zu 3000 Zuschauer*innen ein Wohnheim mit Molotowcocktails in Brand gesteckt wurde.

Wie bereits am 04.06.2016 erschien Browning in Dortmund auch diesmal nicht allein. Über ein dutzend Aktivist*innen aus dem Zusammenhang des internationalen Terrornetzwerkes kamen bei beiden Veranstaltungen zusammen.

Wie bereits am 04.06.2016 erschien Browning in Dortmund auch diesmal nicht allein. Über ein dutzend Aktivist*innen aus dem Zusammenhang des internationalen Terrornetzwerkes kamen bei beiden Veranstaltungen zusammen.

Unter diesen befand sich auch Ed Polman, Führungskader von Combat 18 aus den Niederlanden. Combat 18 wurde in den Niederlanden von Polman gegründet. Polman und die niederländische Zelle von Combat 18 verfügen seit jeher über beste Kontakte nach Nordrhein-Westfalen. Zu diesen Umfeld zählte auch der Dortmunder Polizistenmörder Michael Berger, der im Jahr 2000 drei Beamte in Dortmund und Waltrop erschoss, bevor er sich selbst richtete.

Unter diesen befand sich auch Ed Polman, Führungskader von Combat 18 aus den Niederlanden. Combat 18 wurde in den Niederlanden von Polman gegründet. Polman und die niederländische Zelle von Combat 18 verfügen seit jeher über beste Kontakte nach Nordrhein-Westfalen. Zu diesen Umfeld zählte auch der Dortmunder Polizistenmörder Michael Berger, der im Jahr 2000 drei Beamte in Dortmund und Waltrop erschoss, bevor er sich selbst richtete.

Während der Zusammenkunft von Combat 18 Aktivist*innen auf der Neonazidemonstration in Dortmund am 04.06.2016 war auch der langjährige Neonaziaktivist und NPD-Politiker Thorsten Heise aus dem thüringischen Fretterode anwesend (hier im Gespräch mit William Browning). Auch Heise besitzt Kontakte zu Blood and Honour und somit dem Terrornetzwerk Combat 18. In dem mit Heise in Verbindung stehenden Musiklabel „WB Records“ bzw. „WB Versand“ („Witwe Bolte“-Versand) wurden unter anderem Bands vertrieben, die dem in Deutschland verbotenen Blood and Honour-Netzwerk angehören oder diesem nahestehen. Auch zum NSU existieren Verbindungslinien: bei der Hochzeit von Heise im Jahr 1999 befanden sich unter den angereisten Neonazis auch Neonazis aus dem Umfeld des "Nationalsozialistischem Untergrund" (NSU).

Während der Zusammenkunft von Combat 18 Aktivist*innen auf der Neonazidemonstration in Dortmund am 04.06.2016 war auch der langjährige Neonaziaktivist und NPD-Politiker Thorsten Heise aus dem thüringischen Fretterode anwesend (hier im Gespräch mit William Browning). Auch Heise besitzt Kontakte zu Blood and Honour und somit dem Terrornetzwerk Combat 18. In dem mit Heise in Verbindung stehenden Musiklabel „WB Records“ bzw. „WB Versand“ („Witwe Bolte“-Versand) wurden unter anderem Bands vertrieben, die dem in Deutschland verbotenen Blood and Honour-Netzwerk angehören oder diesem nahestehen. Auch zum NSU existieren Verbindungslinien: bei der Hochzeit von Heise im Jahr 1999 befanden sich unter den angereisten Neonazis auch Neonazis aus dem Umfeld des “Nationalsozialistischem Untergrund” (NSU).

Im Oktober 2007 durchsuchten etwa 100 Polizisten vom Bundeskriminalamt die Räume von Heise und zwei weiteren Mitgliedern der NPD wegen Herstellung und Verbreitung rechtsextremer Musik. Die Ermittler fanden neben Tonträgern mit verbotenen rechtsradikalen Inhalten auch eine Maschinenpistole vom Typ Uzi Kaliber 9 Millimeter, ein historisches Maschinengewehr 34 Kaliber 7,92 Millimeter und eine Pistole vom Typ FN 10/22 Kaliber 7,65 (mit 38 Patronen hinter einem Spiegel im Schlafzimmer versteckt).

Im Oktober 2007 durchsuchten etwa 100 Polizisten vom Bundeskriminalamt die Räume von Heise und zwei weiteren Mitgliedern der NPD wegen Herstellung und Verbreitung rechtsextremer Musik. Die Ermittler fanden neben Tonträgern mit verbotenen rechtsradikalen Inhalten auch eine Maschinenpistole vom Typ Uzi Kaliber 9 Millimeter, ein historisches Maschinengewehr 34 Kaliber 7,92 Millimeter und eine Pistole vom Typ FN 10/22 Kaliber 7,65 (mit 38 Patronen hinter einem Spiegel im Schlafzimmer versteckt).

Bei einem weiteren Neonazis welcher dem Netzwerk von Combat 18 zugerechnet werden kann und ebenfalls bei diesen Zusammenkünften in Dortmund anwesend war, handelt es sich um den langjährigen Neonaziaktivisten und Sänger der Nazirockband "Oidoxie" Marko Gottschalk...

Bei einem weiteren Neonazis welcher dem Netzwerk von Combat 18 zugerechnet werden kann und ebenfalls bei diesen Zusammenkünften in Dortmund anwesend war, handelt es sich um den langjährigen Neonaziaktivisten und Sänger der Nazirockband “Oidoxie” Marko Gottschalk…

Gottschalk (hier am 08.10.2016 gemeinsam mit Andreas Lohei, ehemaliger Sänger der Nazirockband "Endlöser" und nun Führungskader der neonazistischen Kameradschaftsgruppe "Nordic 12") verzog kurze Zeit nach Bekanntwerden des NSU-Terrornetzwerkes, das sich nach Eigenangaben immer auch als "Netzwerk von Kameraden" verstand, nach Schweden. Offiziel wurden familiäre Gründe für den Umzug genannt. Auch sollen die NSU-Terroristen Mundlos und Böhnhardt, wie eine Zeugenaussage nahelegt, bei Konzert von Oidoxie anwesend gewesen sein.

Gottschalk (hier am 08.10.2016 gemeinsam mit Andreas Lohei, ehemaliger Sänger der Nazirockband “Endlöser” und nun Führungskader der neonazistischen Kameradschaftsgruppe “Nordic 12”) verzog kurze Zeit nach Bekanntwerden des NSU-Terrornetzwerkes, das sich nach Eigenangaben immer auch als “Netzwerk von Kameraden” verstand, nach Schweden. Offiziel wurden familiäre Gründe für den Umzug genannt. Auch sollen die NSU-Terroristen Mundlos und Böhnhardt, wie eine Zeugenaussage nahelegt, bei Konzert von Oidoxie anwesend gewesen sein.

Das sie sich zum Netzwerk der Terrororganisation Combat 18 zählen, daraus machen die neonazistischen Musiker von Oidoxie kein Geheimnis: Oidoxie bekennt sich in Liedtexten und CD-Booklets vielmehr offensiv als Repräsentanten von Combat 18 (C18). So heisst es in ihrem Stück "Terrormachine" "White War, Combat 18 ... Hail to Combat 18, Hail to the Terrormachine". Im Juli 2011 schrieb dann ein führender Neonazi aus einem anderen militanten Netzwerk, der "Hammerskin Nation", in einer E-Mail von "deutschen Combat-18-Leuten", wie die Beobachtungsstelle NSU-Watch berichtet. Gemeint waren ausdrücklich Gottschalk und das Umfeld der Band "Oidoxie".

Das sie sich zum Netzwerk der Terrororganisation Combat 18 zählen, daraus machen die neonazistischen Musiker von Oidoxie kein Geheimnis: Oidoxie bekennt sich in Liedtexten und CD-Booklets vielmehr offensiv als Repräsentanten von Combat 18 (C18). So heisst es in ihrem Stück “Terrormachine” “White War, Combat 18 … Hail to Combat 18, Hail to the Terrormachine”. Im Juli 2011 schrieb dann ein führender Neonazi aus einem anderen militanten Netzwerk, der “Hammerskin Nation”, in einer E-Mail von “deutschen Combat-18-Leuten”, wie die Beobachtungsstelle NSU-Watch berichtet. Gemeint waren ausdrücklich Gottschalk und das Umfeld der Band “Oidoxie”.

Bei einem weiteren Bandprojekt von Gottschalk soll es sich um die Combat 18-nahe Musikgruppe "Weisse Wölfe" gehandelt haben. Die Bezeichnung "Weisse Wölfe" soll dabei dem Combat 18-Gründnungsmanifest "The Way Forward" entlehnt sein...

Bei einem weiteren Bandprojekt von Gottschalk soll es sich um die Combat 18-nahe Musikgruppe “Weisse Wölfe” gehandelt haben. Die Bezeichnung “Weisse Wölfe” soll dabei dem Combat 18-Gründnungsmanifest “The Way Forward” entlehnt sein…

Deren Album "Weisse Wut" ist gepickt mit Gewaltaufrufen. Zum Netzwerk von "Oidoxie" in Deutschland gehörte auch die sogenannte "Oidoxie Streetfighting Crew", die sich aus Mitgliedern der Band und der Dortmunder Kameradschaftsszene um das 2003 gebildet hat. Neonazis mit Verbindungen zu Streetfighting Crew wird vorgeworfen sich Waffen beschafft und für den Kampf trainiert zu haben. Anschlagspläne sollen diskutiert worden sein, es gab Schießübungen. Beobachter*innen zogen daraufhin Verbindungen zum C-18 Netzwerk, das den bewaffneten Kampf propagierte.

Deren Album “Weisse Wut” ist gepickt mit Gewaltaufrufen. Zum Netzwerk von “Oidoxie” in Deutschland gehörte auch die sogenannte “Oidoxie Streetfighting Crew”, die sich aus Mitgliedern der Band und der Dortmunder Kameradschaftsszene um das 2003 gebildet hat. Neonazis mit Verbindungen zu Streetfighting Crew wird vorgeworfen sich Waffen beschafft und für den Kampf trainiert zu haben. Anschlagspläne sollen diskutiert worden sein, es gab Schießübungen. Beobachter*innen zogen daraufhin Verbindungen zum C-18 Netzwerk, das den bewaffneten Kampf propagierte.

Inwieweit die Streetfighting-Crew noch heute aktiv ist, ist ungewiss. Eine Auflösungserklärung gibt es nicht. Als der NSU den Dortmunder Kioskbetreiber Mehmet Kubaşık 2006 ermordete, habe sich nach Aussagen des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes eine Combat 18-Zelle aus Dortmund bereits aufgelöst. Die genauen Zusammenhänge, insbesondere Verbindungen der genannten "Combat 18 Zelle" und der "Oidoxie Streetfighting Crew" bleiben somit weiterhin unklar.

Inwieweit die Streetfighting-Crew noch heute aktiv ist, ist ungewiss. Eine Auflösungserklärung gibt es nicht. Als der NSU den Dortmunder Kioskbetreiber Mehmet Kubaşık 2006 ermordete, habe sich nach Aussagen des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes eine Combat 18-Zelle aus Dortmund bereits aufgelöst. Die genauen Zusammenhänge, insbesondere Verbindungen der genannten “Combat 18 Zelle” und der “Oidoxie Streetfighting Crew” bleiben somit weiterhin unklar.

Die Combat 18 Zelle war zumindest gut in der europäischen Blood & Honour-Szene vernetzt. So pflegten sie unter anderem gute Kontakte zu der neonazistischen Gruppe "Bloed, Bodem, Eer & Trouw" (BBET, "Blut – Boden – Ehre – Treue") aus Belgien. Hier bezogen sie wohl auch einige Waffen und organisierten gemeinsame paramilitärische Schießübungen. Geleitet wurde "Bloed, Bodem, Eer & Trouw" vom belgischen Combat-18 Aktivisten und Berufssoldaten Tomas Boutens. Im Jahr 2004 geriet die Vereinigung in den Fokus des belgischen Geheimdienstes, der zwei Spitzel in die Gruppe einschleuste. Zwei Jahre später, am 7. September 2006 durchsuchten rund 150 Polizist_innen 18 Wohnungen und fünf Kasernengebäude. Die Aktion erregte große öffentliche Aufmerksamkeit, unter anderem weil von den 17 in Arrest genommenen Personen, 11 Soldaten waren.

Die Combat 18 Zelle war zumindest gut in der europäischen Blood & Honour-Szene vernetzt. So pflegten sie unter anderem gute Kontakte zu der neonazistischen Gruppe “Bloed, Bodem, Eer & Trouw” (BBET, “Blut – Boden – Ehre – Treue”) aus Belgien. Hier bezogen sie wohl auch einige Waffen und organisierten gemeinsame paramilitärische Schießübungen. Geleitet wurde “Bloed, Bodem, Eer & Trouw” vom belgischen Combat-18 Aktivisten und Berufssoldaten Tomas Boutens. Im Jahr 2004 geriet die Vereinigung in den Fokus des belgischen Geheimdienstes, der zwei Spitzel in die Gruppe einschleuste. Zwei Jahre später, am 7. September 2006 durchsuchten rund 150 Polizist_innen 18 Wohnungen und fünf Kasernengebäude. Die Aktion erregte große öffentliche Aufmerksamkeit, unter anderem weil von den 17 in Arrest genommenen Personen, 11 Soldaten waren.

Die BBET folgte einer Strategie der Spannung: Die Gruppe nahm an, dass die von ihnen geplante Hinrichtungen eines bekannten Menschenrechtsaktivisten zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Migrant*innen und den restlichen Bewohner*innen Belgiens führen würden. Die BBET sah sich selbst in der Rolle, die Situation zu befrieden und die Macht in Belgien zu ergreifen. Am 7. Februar 2014 wurden die Hauptangeklagten um Tomas Boutens verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Gruppe Belgien destabilisieren und ein nationalsozialistisches Regime errichten wollte.

Die BBET folgte einer Strategie der Spannung: Die Gruppe nahm an, dass die von ihnen geplante Hinrichtungen eines bekannten Menschenrechtsaktivisten zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Migrantinnen und den restlichen Bewohnerinnen Belgiens führen würden. Die BBET sah sich selbst in der Rolle, die Situation zu befrieden und die Macht in Belgien zu ergreifen. Am 7. Februar 2014 wurden die Hauptangeklagten um Tomas Boutens verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Gruppe Belgien destabilisieren und ein nationalsozialistisches Regime errichten wollte.

Die von Tomas Boutens geleitete Terrorzelle wurde durch einen belgischen Aktivisten von Blood & Honour, Joeri van der Plas gegründet. (Hier rechts im Bild, links daneben der niederländische Neonazifunktionär und Combat 18 Aktivist Eite Homan, während einer Demonstration deutscher, niederländischer und belgischer Neonazis 2009 in Venlo.

Die von Tomas Boutens geleitete Terrorzelle wurde durch einen belgischen Aktivisten von Blood & Honour, Joeri van der Plas gegründet. (Hier rechts im Bild, links daneben der niederländische Neonazifunktionär und Combat 18 Aktivist Eite Homan, während einer Demonstration deutscher, niederländischer und belgischer Neonazis 2009 in Venlo.

Dieses enge Netzwerk niederländischer, belgischer und deutscher Neonazis blieb allerdings nicht auf sich beschränkt. Angehörige der einzelnen Zellen reisten in der Vergangenheit immer wieder zu einschlägigen Veranstaltungen ins europäische Umland oder die USA. Dieses Bild entstand beispielsweise im Jahr 2007 während des sogenannten "Day of Honour" ("Tag der Ehre") in der ungarischen Hauptstadt Budapest.

Dieses enge Netzwerk niederländischer, belgischer und deutscher Neonazis blieb allerdings nicht auf sich beschränkt. Angehörige der einzelnen Zellen reisten in der Vergangenheit immer wieder zu einschlägigen Veranstaltungen ins europäische Umland oder die USA. Dieses Bild entstand beispielsweise im Jahr 2007 während des sogenannten “Day of Honour” (“Tag der Ehre”) in der ungarischen Hauptstadt Budapest.

Der jährlich stattfindende "Day of Honour" ist eine der wichtigsten Aufmärsche der europäischen Blood & Honour Bewegung und sowie auch von Combat 18 Aktivist*innen. Auch Mitglieder des neonazistischen Netzwerkes der "Hammerskins" finden sich an diesem Tag in der ungarischen Hauptstadt zusammen.

Der jährlich stattfindende “Day of Honour” ist eine der wichtigsten Aufmärsche der europäischen Blood & Honour Bewegung und sowie auch von Combat 18 Aktivist*innen. Auch Mitglieder des neonazistischen Netzwerkes der “Hammerskins” finden sich an diesem Tag in der ungarischen Hauptstadt zusammen.

Die Veranstaltung dient der neonazistischen Umdeutung und des Gedenkens an die ungarischen Verbündeten der Waffen-SS während der "Schlacht um Budapest" im 2. Weltkrieg. Einen Höhepunkt erlebte der „Day of Honour“ im Jahr 2007. Damals marschierten etwa 1000 europäische Neonazis, darunter auch der damalige NPD-Parteivorsitzende Udo Voigt durch die Straßen von Budapest.

Die Veranstaltung dient der neonazistischen Umdeutung und des Gedenkens an die ungarischen Verbündeten der Waffen-SS während der “Schlacht um Budapest” im 2. Weltkrieg. Einen Höhepunkt erlebte der „Day of Honour“ im Jahr 2007. Damals marschierten etwa 1000 europäische Neonazis, darunter auch der damalige NPD-Parteivorsitzende Udo Voigt durch die Straßen von Budapest.

Auch das britische Netzwerk von Blood & Honour zog es in der Vergangenheit nach Budapest. Zum Beispiel Stephen Swinfen, genannt "Swiny" (Bild), bei dem es sich um eines der führenden Mitglieder von Blood and Honour in Großbritannien handelt. Im Jahr 2000 wurde er als Organisator für das Netzwerk im englischen County Northamptonshire genannt. Bei einem von der britischen Blood and Honour-Sektion veranstaltetem Ian Stuart-Gedüchtniskonzert im September 2002 soll rund ein Dutzend US-amerikanischer und ungarischer Neonazis in Swinfens Haus in Northamptonshire übernachtet haben.

Auch das britische Netzwerk von Blood & Honour zog es in der Vergangenheit nach Budapest. Zum Beispiel Stephen Swinfen, genannt “Swiny” (Bild), bei dem es sich um eines der führenden Mitglieder von Blood and Honour in Großbritannien handelt. Im Jahr 2000 wurde er als Organisator für das Netzwerk im englischen County Northamptonshire genannt. Bei einem von der britischen Blood and Honour-Sektion veranstaltetem Ian Stuart-Gedüchtniskonzert im September 2002 soll rund ein Dutzend US-amerikanischer und ungarischer Neonazis in Swinfens Haus in Northamptonshire übernachtet haben.

Als treibende Kraft hinter dem "Day of Honour" gilt der ungarische Blood & Honour-Führungskader Illes Zsolt, genannt "Elek".

Als treibende Kraft hinter dem “Day of Honour” gilt der ungarische Blood & Honour-Führungskader Illes Zsolt, genannt “Elek”.

Bei einem deutschen Blood & Honour Aktivisten der 2007 mit einem Redebeitrag während des "Day of Honour" in Erscheinung trat handelte es sich um den Neonazi Matthias Fischer. Der inzwischen nach Brandenburg verzogenen Fischer, gehörte zu den Anführern der 2004 verbotenen "Fränkischen Aktionsfront" (FAF). Die FAF gehörte wiederum, gemeinsam mit der neonazistischen "Kameradschaft Süd" zu den Gründungsorganisationen der sogenannten "AG Bayern", welche als Vernetzungsplattform der bayrischen Neonaziszene fungieren sollte...

Bei einem deutschen Blood & Honour Aktivisten der 2007 mit einem Redebeitrag während des “Day of Honour” in Erscheinung trat handelte es sich um den Neonazi Matthias Fischer. Der inzwischen nach Brandenburg verzogenen Fischer, gehörte zu den Anführern der 2004 verbotenen “Fränkischen Aktionsfront” (FAF). Die FAF gehörte wiederum, gemeinsam mit der neonazistischen “Kameradschaft Süd” zu den Gründungsorganisationen der sogenannten “AG Bayern”, welche als Vernetzungsplattform der bayrischen Neonaziszene fungieren sollte…

Auch Aktivisten der "Kameradschaft Süd" beteiligten sich in der Vergangenheit an der "Blood & Honour"-Veranstaltung "Day of Honour". Gegründet wurde die "Kameradschaft Süd – Aktionsbüro Süddeutschland" (AS) im Dezember 2001 durch den Neonazi Norman Bordin (Bildmitte: Norman Bordin während des "Day of Honour", 2007). Nachdem Bordin eine 15-monatige Haftstrafe annehmen musste, wurde die Gruppe vom Neonazi Martin Wiese übernommen. Mehrere Mitglieder dieser Vereinigung wurden wegen eines geplanten Sprengstoffattentats bei der Grundsteinlegung für das Jüdische Zentrum München im September 2003 festgenommen. Weitere Anschläge waren auf Moscheen, eine griechische Schule in München und Asylbewerberheime geplant. Insgesamt wurden 14 Kilogramm Sprengstoff sichergestellt, darunter 1,7 Kilogramm TNT.

Auch Aktivisten der “Kameradschaft Süd” beteiligten sich in der Vergangenheit an der “Blood & Honour”-Veranstaltung “Day of Honour”. Gegründet wurde die “Kameradschaft Süd – Aktionsbüro Süddeutschland” (AS) im Dezember 2001 durch den Neonazi Norman Bordin (Bildmitte: Norman Bordin während des “Day of Honour”, 2007). Nachdem Bordin eine 15-monatige Haftstrafe annehmen musste, wurde die Gruppe vom Neonazi Martin Wiese übernommen. Mehrere Mitglieder dieser Vereinigung wurden wegen eines geplanten Sprengstoffattentats bei der Grundsteinlegung für das Jüdische Zentrum München im September 2003 festgenommen. Weitere Anschläge waren auf Moscheen, eine griechische Schule in München und Asylbewerberheime geplant. Insgesamt wurden 14 Kilogramm Sprengstoff sichergestellt, darunter 1,7 Kilogramm TNT.

Aber auch in der Bundesrepublik kam es immer wieder zu Zusammenkünften von terroristisch agierenden Blood & Honour Aktivist*innen. So unter anderem beim sogenannten "Fest der Völker", einem Neonazifestival in Jena. Im Jahr 2007 trafen sich dort Aktivisten von Blood & Honour und Combat 18 aus verschiedenen europäischen Ländern. Unter diesen befand sich auch Illes Zsolt, Anführer von Blood & Honour Ungarn. Rechts von Zsolt findet sich ein Aktivist aus dem Umfeld der belgischen Terrororganisation "Bloed, Bodem, Eer & Trouw" (BBET)

Aber auch in der Bundesrepublik kam es immer wieder zu Zusammenkünften von terroristisch agierenden Blood & Honour Aktivist*innen. So unter anderem beim sogenannten “Fest der Völker”, einem Neonazifestival in Jena. Im Jahr 2007 trafen sich dort Aktivisten von Blood & Honour und Combat 18 aus verschiedenen europäischen Ländern. Unter diesen befand sich auch Illes Zsolt, Anführer von Blood & Honour Ungarn. Rechts von Zsolt findet sich ein Aktivist aus dem Umfeld der belgischen Terrororganisation “Bloed, Bodem, Eer & Trouw” (BBET)

Ein weiter Neonazi, der sich derzeit als Unterstützer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) vor dem Oberlandesgericht München wegen Beihilfe zum Mord verantworten muss, war damals in Jena zugegen. Rald Wohlleben (Bild: auf der Bühne) steht im Verdacht Rechtsrock-Konzerte für die Terrororganisation NSU organisiert zu haben. Mit den erzielten Einnahmen sollte eine Flucht nach Südafrika finanziert werden. Wohlleben wird außerdem vorgeworfen, Beihilfe zu sechs Morden geleistet zu haben, indem er "dem NSU 2001 oder 2002 eine Schusswaffe nebst Munition" verschaffte, die ein Kurier "in seinem Auftrag zu den NSU-Mitgliedern brachte". "Aufgrund seiner anhaltenden Verbindung zu der unter falscher Identität lebenden Gruppe" soll er von den terroristischen Straftaten gewusst haben, so die Bundesanwaltschaft.

Ein weiter Neonazi, der sich derzeit als Unterstützer des “Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) vor dem Oberlandesgericht München wegen Beihilfe zum Mord verantworten muss, war damals in Jena zugegen. Rald Wohlleben (Bild: auf der Bühne) steht im Verdacht Rechtsrock-Konzerte für die Terrororganisation NSU organisiert zu haben. Mit den erzielten Einnahmen sollte eine Flucht nach Südafrika finanziert werden. Wohlleben wird außerdem vorgeworfen, Beihilfe zu sechs Morden geleistet zu haben, indem er “dem NSU 2001 oder 2002 eine Schusswaffe nebst Munition” verschaffte, die ein Kurier “in seinem Auftrag zu den NSU-Mitgliedern brachte”. “Aufgrund seiner anhaltenden Verbindung zu der unter falscher Identität lebenden Gruppe” soll er von den terroristischen Straftaten gewusst haben, so die Bundesanwaltschaft.

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Die Anwesenheit von William Browning und führenden Vertreter*innen der international verzahnten Terrororganisation von Combat 18 auf zwei Neonazidemonstrationen im Jahr 2016 in Dortmund wirft indes Fragen auf: Was waren die Gründe für die Anwesenheit hochrangiger Kader und Führungspersonen bei den beiden zurückliegenden Aufmärschen? Ein zufälliges Zusammenkommen dürfte ausgeschlossen sein. Britische, dänische, niederländische und deutsche Combat 18-Aktivist*innen dürften die Zusammenkunft für strategische Absprachen genutzt haben.

Die Anwesenheit von William Browning und führenden Vertreterinnen der international verzahnten Terrororganisation von Combat 18 auf zwei Neonazidemonstrationen im Jahr 2016 in Dortmund wirft indes Fragen auf: Was waren die Gründe für die Anwesenheit hochrangiger Kader und Führungspersonen bei den beiden zurückliegenden Aufmärschen? Ein zufälliges Zusammenkommen dürfte ausgeschlossen sein. Britische, dänische, niederländische und deutsche Combat 18-Aktivistinnen dürften die Zusammenkunft für strategische Absprachen genutzt haben.

Die bisherige Agenda von Browning und Combat 18 zielte bislang darauf ab den strategischen Ausbau der Organisation zu forcieren, politische Gegner*innen und Feindbilder sowie die Konkurrenz im eigenen politischen Lager vehement zu bekämpfen: auch mit terroristischen Mitteln, ohne dabei das langfristige Ziel aus den Augen zu verlieren: die gewalttätige Bekämpfung des politisch-demokratischen Systems.

Die bisherige Agenda von Browning und Combat 18 zielte bislang darauf ab den strategischen Ausbau der Organisation zu forcieren, politische Gegner*innen und Feindbilder sowie die Konkurrenz im eigenen politischen Lager vehement zu bekämpfen: auch mit terroristischen Mitteln, ohne dabei das langfristige Ziel aus den Augen zu verlieren: die gewalttätige Bekämpfung des politisch-demokratischen Systems.

Bei einem der Fundamente der Terrororganisation handelt es sich um den internationalen Markt mit neonazistischer Musik. Die Finanzierung terroristischer Netzwerke leistet die szeneintern auch als "Moneymachine" bezeichnete Organisation von Blood & Honour und Combat 18 primär über den Vertrieb von einschlägiger Musik, die Kontrolle über Labels und Versände sowie durch das organisieren von Konzertveranstaltungen: ein lukratives Geschäft.

Bei einem der Fundamente der Terrororganisation handelt es sich um den internationalen Markt mit neonazistischer Musik. Die Finanzierung terroristischer Netzwerke leistet die szeneintern auch als “Moneymachine” bezeichnete Organisation von Blood & Honour und Combat 18 primär über den Vertrieb von einschlägiger Musik, die Kontrolle über Labels und Versände sowie durch das organisieren von Konzertveranstaltungen: ein lukratives Geschäft.

Nach dem Wegbrechen und Rückzug etlicher neonazistischer Konzertveranstalter*innen, in den vergangenen Jahren ist der deutsche Markt, welcher als einer der lukrativsten der internationalen Neonaziszene gilt, ein durchaus lohnendes Ziel für die Bestrebungen von Blood & Honour und Combat 18. Etliche Versände greifen bereits jetzt in ihrem Angebot auf ensprechenden Musikgruppen aus diesem Netzwerk zusammen. Combat 18 Sektionen aus dem europäischen Umland wie beispielsweise "Blood & Honour Danemark" und "Combat 18 Netherland" werden einer solche Strategie kaum widersprechen und die Dominanzbestrebungen von Combat 18 auf dem deutschen Markt ihrerseits nach Kräften unterstätzen.

Nach dem Wegbrechen und Rückzug etlicher neonazistischer Konzertveranstalter*innen, in den vergangenen Jahren ist der deutsche Markt, welcher als einer der lukrativsten der internationalen Neonaziszene gilt, ein durchaus lohnendes Ziel für die Bestrebungen von Blood & Honour und Combat 18. Etliche Versände greifen bereits jetzt in ihrem Angebot auf ensprechenden Musikgruppen aus diesem Netzwerk zusammen. Combat 18 Sektionen aus dem europäischen Umland wie beispielsweise “Blood & Honour Danemark” und “Combat 18 Netherland” werden einer solche Strategie kaum widersprechen und die Dominanzbestrebungen von Combat 18 auf dem deutschen Markt ihrerseits nach Kräften unterstätzen.

Wofür die finanziellen Mittel eingesetzt werden sollen, daraus macht Combat 18, wie zahlreiche Videobotschaften belegen, kein Geheimnis. Generierte Gelder dienen der Finanzierung terroristischer und gewalttätiger Bestrebungen. (Bild: Neonazidemonstration Dortmund 2007, im selber Jahr überfiel der Combat 18 Aktivist Robin Schmiemann in Dortmund einen Supermarkt bei dem dieser einen Menschen niederschoss.)

Wofür die finanziellen Mittel eingesetzt werden sollen, daraus macht Combat 18, wie zahlreiche Videobotschaften belegen, kein Geheimnis. Generierte Gelder dienen der Finanzierung terroristischer und gewalttätiger Bestrebungen. (Bild: Neonazidemonstration Dortmund 2007, im selber Jahr überfiel der Combat 18 Aktivist Robin Schmiemann in Dortmund einen Supermarkt bei dem dieser einen Menschen niederschoss.)

Das sich die Strukturen dabei von staatlichen Repressionen abschrecken lassen scheint zweifelhaft. Die Szene gibt sich selbstbewußt. Auch nach dem Verbot der "Blood & Honour Division Deutschland" versuchten Neonazis die Strukturen des Netzwerkes in Deutschland aufrecht zu erhalten und staatliche Verbote zu unterlaufen. Rechtsrockbands aus der Bundesrepublik sind bis heute ein fester Bestandteil des internationalen B&H Netzwerkes und treten dort regelmäßig bei Konzertveranstaltungen in Erscheinung.

Das sich die Strukturen dabei von staatlichen Repressionen abschrecken lassen scheint zweifelhaft. Die Szene gibt sich selbstbewußt. Auch nach dem Verbot der “Blood & Honour Division Deutschland” versuchten Neonazis die Strukturen des Netzwerkes in Deutschland aufrecht zu erhalten und staatliche Verbote zu unterlaufen. Rechtsrockbands aus der Bundesrepublik sind bis heute ein fester Bestandteil des internationalen B&H Netzwerkes und treten dort regelmäßig bei Konzertveranstaltungen in Erscheinung.

Angesichts der bisherigen Handlungsmuster von Combat 18 wirft die wiederholte Zusammenkunft in Dortmund den Blickwinckel auch auf mögliche rechtsterroristische Folgeerscheinungen. Verbindungslinien zum NSU und anderen terroristischen Akteuren der Neonaziszene sprechen eine deutliche Sprache.

Angesichts der bisherigen Handlungsmuster von Combat 18 wirft die wiederholte Zusammenkunft in Dortmund den Blickwinckel auch auf mögliche rechtsterroristische Folgeerscheinungen. Verbindungslinien zum NSU und anderen terroristischen Akteuren der Neonaziszene sprechen eine deutliche Sprache.

Die Zusammenkunft von C-18 Funktionären im Rahmen der Demonstrationen in Dortmund dürfte der militanten Neonaziszene weiter Auftrieb geben. Die Anwesenheit internationaler Vertreter*innen zeigt auch die Bedeutung der Bundesrepublik Deutschland im Bezug auf die strategischen Überlegungen von Combat 18.

Die Zusammenkunft von C-18 Funktionären im Rahmen der Demonstrationen in Dortmund dürfte der militanten Neonaziszene weiter Auftrieb geben. Die Anwesenheit internationaler Vertreter*innen zeigt auch die Bedeutung der Bundesrepublik Deutschland im Bezug auf die strategischen Überlegungen von Combat 18.

Das die internationalen Vernetzungen von Combat 18 sich derzeit in enormer Bewegung befinden, zeigt auch deren Verbindung in die Ukraine und der sogenannten "Todesschwadron - Töten für Wotan". Diese Gruppierung wird der sogenannten "Misantropic Division" zugerechnet, welche innerhalb des "Bataillons Asow" in der Ukraine als kämpfende Einheit eingebunden ist.

Das die internationalen Vernetzungen von Combat 18 sich derzeit in enormer Bewegung befinden, zeigt auch deren Verbindung in die Ukraine und der sogenannten “Todesschwadron - Töten für Wotan”. Diese Gruppierung wird der sogenannten “Misantropic Division” zugerechnet, welche innerhalb des “Bataillons Asow” in der Ukraine als kämpfende Einheit eingebunden ist.

Die "Misanthropic Division", welche durch Combat 18 und Blood & Honour Unterstützung findet und änlich wie Combat 18 eine faschistisch-rassistische Umwälzung der politischen Ordnung in Europa anstrebt, wirbt innerhalb der internationalen Neonaziszene für eine Teilnahme am Krieg in der Ukraine. Freiwilligen-Verbände können hier Erfahrung für kommende Auseinandersetzungen sammeln. Nach Eigenangaben der "Misantropic Division" sind bisher über hundert Neonazis, aus mehreren europäischen Ländern diesem Aufruf gefolgt... Etliche dürften in den nächsten Jahren, ganz im Sinne von Combat 18, in ihre Ursprungsländer zurückkehren und das dort Erlernte umsetzen...

Die “Misanthropic Division”, welche durch Combat 18 und Blood & Honour Unterstützung findet und änlich wie Combat 18 eine faschistisch-rassistische Umwälzung der politischen Ordnung in Europa anstrebt, wirbt innerhalb der internationalen Neonaziszene für eine Teilnahme am Krieg in der Ukraine. Freiwilligen-Verbände können hier Erfahrung für kommende Auseinandersetzungen sammeln. Nach Eigenangaben der “Misantropic Division” sind bisher über hundert Neonazis, aus mehreren europäischen Ländern diesem Aufruf gefolgt… Etliche dürften in den nächsten Jahren, ganz im Sinne von Combat 18, in ihre Ursprungsländer zurückkehren und das dort Erlernte umsetzen…

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Recherche Nord: Zusammenkunft von Terrororganisation Combat 18 in Deutschland, 08.10.2016. Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/combat18/
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© recherche-nord — Zusammenkunft von Terrororganisation Combat 18 in Deutschland, 08.10.2016
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