Stern: Studie AfD profitierte bei Thüringenwahl von Demokratieverdrossenheit
Die AfD hat bei der Landtagswahl in Thüringen vor allem von Demokratieverdrossenheit und der Gewöhnung an rechtsextreme Strukturen profitiert
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
Neues Deutschland: Connewitzer Graffiti-Krieg
Wie die Debatte über vermeintlich linksextreme Straftäter den Fokus weg von den eigentlichen Problemen in einem Leipziger Stadtteil lenkt
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
Tagesspiegel: Rechtsausschuss wählt AfD-Mann Stephan Brandner ab
Er weigerte sich bis zuletzt freiwillig zurückzutreten Nun wählte wählte der Rechtsausschuss den AfD-Politiker Brandner als Vorsitzenden ab
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
bnr.de: Braune Klänge in der Titanic
In der Gaststätte des NPD-Kommunalpolitikers Horst Micheel in Neumünster ist am Samstag eine rechtsextreme Musikveranstaltung angekündigt
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
Bezett: Mann zeigt Hitlergruß und schlägt Junge 13 Faust ins Gesicht
Ein Unbekannter hat am Dienstagnachmittag drei Jungen in Berlin-Haselhorst fremdenfeindlich beleidigt und einem mit der Faust ins Gesicht geschlagen
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
Spiegel: Es gab eine Riesenangst
Belit Onay ist der erste Oberbürgermeister einer Großstadt der türkische Wurzeln hat Er spricht über die Polarisierung der Gesellschaft über Hass im Netz - und die Schwierigkeiten des Aufstiegs als Gastarbeiterkind
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
taz: Paul abgewählt Paul tritt an
Der AfDler Joachim Paul ist als Ausschuss-Vorsitzender in Rheinland-Pfalz abgewählt worden Als Landesvorsitzender will er dennoch kandidieren
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
Freitag: Der Feind steht rechts
Das Buch Extreme Sicherheit über Rechsradikale im Sicherheitsapparat sollte jedem Polizisten und Soldaten in die Hand gedrückt werden
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
taz: Antifa Caf nicht erwünscht
Pinnebergs Bürgermeisterin findet der Name Antifa Caf sei negativ behaftet Es kam zum Rauswurf der Gruppe der mittlerweile zurückgenommen wurde
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
Neue Westfälische: Am Mittwoch in Bielefeld Kollegah trifft auf Ablehnung
Mit frauenverachtenden und antisemitischen Texten hat der Rapper Kollegah sich eine Fangemeinde aufgebaut Am Mittwoch führt ihn seine Tournee nach Bielefeld - in Köln trifft er auf heftige Ablehnung
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
taz: Die Hoffnung stirbt zuletzt
Statt bisher 275 will das Familienministerium künftig nur rund 100 Demokratieprojekte fördern Am Donnerstag legt der Bundestag nun das Budget fest
Olaf Ebert ist noch immer konsterniert Seit zweieinhalb Jahren macht seine Freiwilligenagentur in Halle Projekte mit Auszubildenden
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
Süddeutsche Zeitung: Hetze im Netz gegen OB Grüne prüfen rechtliche Schritte
Hannover dpalni - Nach Drohungen und Beleidigungen in sozialen Medien gegen den neuen grünen Oberbürgermeister von Hannover Belit Onay wollen die Grünen strafrechtliche Schritte gegen die Urheber prüfen
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
taz: Wollten sie mich nicht schützen
Warum wurde der Anschlag auf den Linke-Politiker Ferat Koak nicht verhindert Im Interview sagt er was er von den neuesten Erklärungen der Behörden hält
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
Zeit: So viele Experten für die ostdeutsche Seele
Ständig jammern diese Ossis Sie beschwören ein Kollektivtrauma das politische Unzufriedenheit erklären soll und merken nicht wie schädlich das ist Sage ich als Ossi
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
RBB: Kalbitz nennt Enthüllungen zu seiner Vergangenheit irrelevant
Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz wurde während seiner Zeit in der Bundeswehr vom Militärischen Abschirmdienst zu rechtsextremistischen Bestrebungen befragt Über die Enthüllungen zu seiner Vergangenheit hat sich Kalbitz nun im rbb geäußert
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
Junge Welt: Solche Ideologien gab es schon lange vor der Nazizeit
Alltäglich werden Menschen mit rassistischen Einstellungen und Handlungen in der BRD konfrontiert Gespräch mit Marvin Oppong
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
Märkische Oderzeitung: Urteil nach Gewalttat in Bad Freienwalde gefällt
Bad Freienwalde MOZ Im Fall um den von einer rechtsradikalen Gruppierung schwer verletzten gebürtigen Nordafrikaner dessen Frau und dessen Schwager ist ein weiteres Urteil gefällt worden
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
Allgäu ⇏ rechtsaussen: Die zwei Gesichter der AfD
Um sich kommunal zu verankern gibt sich die AfD betont bürgerlich Damit will sie auch von ihren rechtsradikalen Bestrebungen ablenken
Posted on 13 November 2019 | 12:00 am
Neonazi-Kader bei Rostocker Fight Night

An der Rostocker Fight Night beteiligte sich in diesem Jahr auch ein Kämpfer, der in der lokalen Neonazi-Szene zu verorten ist. Auf der Fightcard, der Listung der am 2. November antretenden Sportler, tauchte auch Kevin Käthner auf. Der 27-Jährige wird dort im Bereich Boxen aufgeführt, den anschließenden Kampf über zwei Runde à drei Minuten verlor der Neonazi.

Ebenfalls gelistet sind die jeweiligen Vereine der Kämpfer. Im Fall von Käthner ist das der PSV Rostock, der damit wirbt, der größte Breitensportverein des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu sein. Im Internet kursieren zudem Fotos, die eine Mitgliedschaft des Mannes in dem Verein nahelegen. Auch auf mehrfache Nachfrage wollte sich der Verein dazu nicht äußern, verweist lediglich darauf, dass „umfangreiche Maßnahmen mit hohem integrativem Charakter“ durchgeführt würden.

Teilnehmender Verein geht auf Distanz

Ein teilnehmender Verein aus Leipzig distanzierte sich im Nachgang von der Teilnahme des Neonazis an der Fight Night. „Nachdem wir darüber informiert wurden, leider erst nach seinem Boxkampf, haben wir den Veranstalter darüber informiert, welcher uns zugesichert hat, dass diese Person nicht mehr auf deren Events kämpfen wird“, heißt es auf der Facebook-Seite des „8 Weapons Gym Leipzig“.


Kevin Käthner (rechts) im Boxring der Rostocker Fight Night, Foto: Screenshot Facebook

Käthner gilt als einer der umtriebigsten Neonazis im Raum Rostock und wichtiger Akteur der Gruppierung „Aktionsblog“. Auch der Verfassungsschutz hat die Kameradschaft auf dem Schirm, widmet ihr im aktuellen Bericht knapp drei Seiten. Dort heißt es u.a.: „In der Gesamtbetrachtung besteht die berechtigte Sorge, dass sich das rechtsextremistische Gewaltpotenzial auf diese Weise professionalisiert, so dass der „Kampf um die Straße“ in einer neuen – noch brutaleren – Intensität umgesetzt werden könnte.“

Der Neonazi war 2017 an einer Störaktion einer DGB-Demonstration in Rostock beteiligt, auch an einem sogenannten Heldengedenken auf dem Friedhof in der Hansestadt war er zugegen. Seitdem reihte sich Käthner in zahlreiche Aufmärsche der rechtsextremen Szene ein, zusammen mit Mitgliedern seiner Kameradschaft fand er sich zuletzt auch mehrfach auf AfD-Demonstrationen ein. Dort war er im Frühjahr vergangenen Jahres teil einer Gruppe, die versuchte, einen Fotografen zu attackieren. Die Polizei konnte dies verhindern.

Neonazi-Kampftruppe gegen „eiserne Machteliten und Ströme fremder Ethnien“

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. David Mallow, ein „Kamerad“ von Käthner, trainierte nicht nur in einem Güstrower Sportverein, sondern war auch als Trainer im Bereich Boxen aktiv. Von dieser Aufgabe soll er mittlerweile entbunden worden sein.

Die beiden Rechtsextremen werden auch immer wieder mit „Baltik Korps“ in Verbindung gebracht. Unter dem Label tritt die Kameradschaft seit etwa einem halben Jahr zunehmend öffentlich in Erscheinung, laut Eigenaussage als „sportlicher Arm unseres Netzwerkes“. Selbsternanntes Ziel der Neonazi-Kampftruppe: sich gegen „den kranken Geist der einhergehenden Gesellschaft (…) stellen, der sich durch eiserne Machteliten und Ströme fremder Ethnien, inmitten unseres Seins manifestiert hat.“

Die rechtsextreme Kampfsport-Szene hat sich zuletzt rapide professionalisiert und agiert längst über die Landesgrenzen hinaus. In diesem Jahr wurde der wichtigste Szene-Event, der „Kampf der Nibelungen“, in letzter Minute untersagt. Auch Mitglieder des Rostocker „Aktionsblog“ waren zuvor dort mit einem Stand vertreten und beteiligten sich an den Kämpfen.

Posted on 13 November 2019 | 3:58 pm
Am 9. November: Neonazis feiern Holocaust-Leugnerin

Michael Brück verkaufte am Ende die Versammlung naturgemäß als Erfolg. Sie hätte Kritikern in der eigenen Szene gezeigt, dass es gelingen könne, am 9. November ein öffentliche Kundgebung aus dem Neonazi-Spektrum anzumelden, vor Gericht durchzusetzen und durchführen zu können. Dazu war von Seiten der Polizei das ganze große Besteck mit Kilometern an Absperrgittern, Reiterstaffeln, Wasserwerfern und Helikopter vonnöten.

Als zweiten Erfolg verbuchte Die Rechte den medialen Aufruhr, der den Aufmarsch von Anmeldung, gerichtlicher Auseinandersetzung bis zum Tag der Durchführung begleitet hatte, wobei dieser Umstand wohl eher auf demokratischer Seite mobilisierend wirkte. Nach einer Flyerverteilung der Kleinstpartei direkt am Stadion positionierte sich der Zweitligist Arminia Bielefeld klar gegen den Aufmarsch. Entlang der Route hängten Einwohner Banner mit deutlichen Botschaften gegen die Neonazis aus Fenstern und von Balkonen. Botschaften mit Sprühkreise säumten über weite Strecken den Weg. An Stolpersteinen bildeten sich kleine Mahnwachen gegen die vorbeiziehenden Geschichtsrevisionisten.

Den größten Gefallen macht Die Rechte mit solchen „maximalen Provokationen“ allerdings nicht Haverbeck, sondern Alice Weidel, Alexander Gauland und Jörg Meuthen. In dem Versuch, als bürgerliche Kraft wahrgenommen zu werden und sich weitere Wählerschichten zu erschließen, ermöglichen es solche Aufmärsche der AfD, sich im Geschichtsbild von den kruden neonazistischen Teilen der extremen Rechten zu distanzieren und so von Gemeinsamkeiten etwa im Bereich Menschenbild, Volksbegriff und Gesellschaftsverständnis abzulenken.

Auflagen nur bedingt wirkungsvoll

Nachdem das Verbot der Versammlung vom Verwaltungsgericht gekippt worden war und die Versammlungsbehörde auf Rechtsmittel verzichtete, versuchten die Behörden die Kundgebung mit allerlei inhaltlichen Beschränkungen zu entschärfen. Den Teilnehmern wurde eine ganze Reihe an Parolen untersagt, mit denen Die Rechte zuletzt aufgefallen war, etwa „Wer Deutschland liebt, ist Antisemit“.

Neonazi-Demo für Ursula Haverbeck Bielefeld

Die Möglichkeit, zum Schutz des öffentlichen Friedens weitergehende Beschränkungen zu erlassen, ermöglichte hier auch Aussagen „zu verbieten“, die selbst nicht strafbar sind. Allerdings zeigte sich in Bielefeld erneut, wie zahnlos und letztlich eventuell ungeeignet diese Mittel des Versammlungsrechtes sind, wenn Szenen aufmarschieren mit eigenen Codes und Phrasen, bei denen Andeutungen schon reichen, die dann von den Anhängern umfassend verstanden werden. So kann bereits der Name Ursula Haverbeck nicht von ihrem pro-nationalsozialistischen Wirken und der Leugnung der Shoa getrennt werden, was das Verwaltungsgericht wohl irrtümlicherweise annahm, als es den Aufmarsch anlässlich des Geburtstages erlaubte. Die anwesenden Neonazis reagierten entsprechend auf Worte wie „Mythos“ oder „Lügen“, selbst wenn sie in anderem Kontext gebraucht wurden.

Dennoch konnten die Redner nicht von einigen heftigeren Aussagen lassen. Christian Bärthel, der wie immer um Bezüge zur Bibel bemüht war, bezeichnete den Anschlag von Halle an Jom Kippur als „Inszenierung“. Thomas „Steiner“ Wulff schwor die Anwesenden auf den Kampf „gegen den großen Austausch“ ein und rief sie auf, „ihr Blut rein zu halten“. Nicht nur einige Nutzer auf Twitter fühlten sich hier an Hitlers politisches Testament erinnert, wo er die Einhaltung der „Rassegesetze“ anmahnte. Klaus-Wolfram Schiedewitz, Leiter des rechtsextremen Vereins „Gedächtnisstätte“ in Gutmannshausen, dachte laut über ein Rückkehr Ostpreußens ins deutsche Staatsgebiet nach, weil die Russen wenig damit anfangen könnten und um die deutsche Seele zu versöhnen. Die geschichtsrevisionistische Organisation hat über die ehemalige Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein Bezüge zur AfD.

Szene hofft auf vorzeitige Strafaussetzung

Immer wieder wurde Haverbecks hohes Alter betont, das wichtigste Narrativ der Szene, mit der Hoffnung auf eine Haftverschonung. Ein zweiter, immer wieder betonter Erzählstrang, zielte darauf ab, dass die Leugnung der Shoa nur eine Meinung und damit legitim sei. Dabei war, wie es der renommierte Historiker Christopher Browning erst kürzlich im Rahmen einer internationalen Tagung zur Holocaustforschung betonte, in einer Reihe von Prozessen weltweit nachgewiesen worden, dass die Leugner der industriellen Massenvernichtung nicht schlicht Fakten falsch interpretierten oder einfach logen, sondern auch noch, wie er es nannte, sie wüssten, dass sie logen und das aus einem „Bad Faith“, einer verwerflichen, pro-nationalsozialistischen Gesinnung heraus.

Weitere Redner an dem Tag waren Die Rechte-Chef Sven Skoda, der Brite Richard Edmonds, früherer Kader der British National Party, Edda Schmidt, frühere Bundesvorsitzende des „Rings nationaler Frauen“. Eine als „Kameradin Inge“ vorgestellt Frau schilderte ihren Besuch bei Haverbeck am Tag vor der Kundgebung. Die Szene hoffe, so die Frau, auf eine Strafaussetzung für die 91-Jährige, wenn demnächst zwei Drittel der Haft vorüber sind. Neonazi Markus Walter verlas zu Beginn ein von Haverbeck übermitteltes Grußwort.

Danke Bielefeld ❤️! Ein ganz wichtiges Zeichen gegen Rechts! #bi0911 pic.twitter.com/L8LAccKrkR

— Teuni (@teunigott) November 9, 2019

Trotz der vielen Gegendemonstranten – es war von 15.000 Personen die Rede – verlief die Demonstration der Neonazis meist störungsfrei. Nur an einer Stelle saß eine Gruppe Blockierer auf der Route, an denen die Versammlung noch vorbeigeleitet werden konnte. Kurze Tumulte gab es, als zwei Gegendemonstranten versuchten, das Fronttransparent zu entwenden. Ein Neonazi soll den Moment zu einer versuchten Attacke auf einen Journalisten genutzt haben, der aber verfehlt und deshalb unverletzt blieb.

Posted on 10 November 2019 | 6:12 pm
OEZ-Attentat offiziell rechtsextremer Anschlag

Im Abschlussbericht zum OEZ-Attentat, das heute öffentlich gemacht wurde, geht das Innenministerium des Freistaates Bayern umfassend auf die Hintergründe der Gewalttat ein. Neben den Umständen der Tat fasst das Papier auch die Motive des Täters zusammen. Neben den psychischen Problemen und seinen Mobbing-Erfahrungen habe auch Rassismus eine nicht zu verachtende Rolle gespielt. Das Ministerium ordnet die Tat damit als rechtsextrem motiviert ein.

Psychisch kranker Amokläufer oder rechtsextremer Attentäter?

Das war nicht immer so: Bereits kurz nach der Tat gaben die Ermittler zwar bekannt, im Umfeld von David Sonboly auf rechtsextreme Propaganda gestoßen zu sein, ausschlaggebend für die Tat seien allerdings psychische Probleme und Mobbing gewesen. Die Kriminologin Prof. Dr. Britta Bannenberg, Gutachterin des bayerischen Landeskriminalamtes, sah in Sonboly den „typischen, jungen Amokläufer“, der aus Rache- und Gewaltfantasien heraus agiert. Eine politische Botschaft habe er mit seiner Tat nicht verbreiten wollen.

Tatsächlich war der OEZ-Schütze David Sonboly bereits seit seiner Kindheit in psychiatrischer Behandlung. Der Sohn iranischer Einwanderer habe unter anderem an Autismus, Depressionen und Posttraumatischer Belastungsstörung gelitten. Am Tag des Attentates fand man in seinem Blut noch Spuren von Psychopharmaka. Von Mitschülern sei er Ermittlern zufolge intensiv gemobbt worden. David Sonboly war sozial isoliert, flüchtete sich in die virtuellen Realitäten von Videospielen. Und noch brisanter: Er soll bekannte Amokläufer regelrecht verehrt haben. Er studierte in Büchern etwa den Amoklauf an der Columbine High School und besuchte mehrfach die Gedenkstätte des Amoklaufes von Winnenden. War Sonboly also nur ein psychisch labiler Außenseiter?

Experten, die die Tat im Auftrag der Stadt München analysierten, bezweifeln dies. Dem Rechtsextremismus-Experten Matthias Quendt nach werde die „Mehrfachtötung“ schon durch die Opferauswahl „zum rassistischen Hassverbrechen“. Allerdings habe sich Sonboly nicht wie ein typischer rechtsextremistischer Gewalttäter radikalisiert, sondern das Mobbing durch migrantische Mitschüler habe zum rassistischen Weltbild des David Sonboly beigetragen. Hinter der Tat stehe ein Bündel an Ursachen und Motiven. Auch der Politikwissenschaftler Christoph Kopke kritisierte die Festlegung der Behörden auf die Amoklauf-These. Politische und persönliche Motivationen schließen sich nicht aus, so Kopke.

9 Menschen aus Einwander- und Sintifamilien tötete ein rassistischer Attentäter 2016 in #München #oez. Er war Anhänger der #AfD. In wissenschaftlichen Gutachten haben Christoph Kopke, @FlorianHartleb und ich gezeigt: das war ein rassistisches #Hassverbrechen bzw. #rechterterror

— Matthias Quent (@Matthias_Quent) October 25, 2019

Rassistisches Weltbild mit Gewaltfantasien

Tatsächlich hinterließ Sonboly dutzende Hinweise auf sein rassistisches Weltbild: In dem Manifest, das er verfasste, bezeichnete er Migranten aus der Türkei und dem Balkan als „Viren“, „Untermenschen“ oder „Kakerlaken“ mit „unterdurchschnittlichen IQ“, die er „exekutieren“ wolle. Auf der Videospiel-Plattform Steam fand der Gleichgesinnte: In rechtsextremen Community-Gruppen wie dem „Anti-Refugee-Club“ teilte Sonboly seinen Hass auf bestimmte Gruppen von Migranten mit hunderten anderen Usern. Über die Online-Plattform chattete Sonboly auch mit William A., der ein Jahr später ein Schulmassaker im US-Bundesstaat New Mexico verübte.

Und Sonboly schien sich nicht nur von Amokläufern inspiriert lassen zu haben: Er soll den norwegischen Rechtsterroristen Anders Breivik regelrecht verehrt haben. Ein Foto des Attentäters soll er als Profilbild beim Messenger-Dienst Whatsapp zur Schau gestellt haben. Das OEZ-Attentat fiel offensichtlich nicht ohne Grund auf den fünften Jahrestag der Anschläge von Utøya und Oslo. Für den Politikwissenschaftler und Gutachter Florian Hartleb Grund genug, im Münchener Attentat eine Form des Lone-Wolf-Terrorismus zu sehen. Sonboly sei also ein Einzeltäter, der sich allerdings allerdings nicht im Alleingang radikalisierte sondern eingebettet war in ein „größeres ideologisches Rudel“ – ein Rudel, das vor allem im digitalen Raum umherstreift. Hartleb lässt wenig Interpretationsspielraum: Der OEZ-Schütze war kein Amokläufer sondern Rechtsterrorist.

Parallelen zum Attentat in Halle

Vor gut zwei Wochen versuchte der Rechtsextremist Stephan B. eine Synagoge in Halle zu stürmen. B. tötete zwei Menschen. Der Plan, einen Massenmord an der jüdischen Gemeinde der Stadt zu verrichten, scheiterte weitestgehend. Interessant sind die Gemeinsamkeiten mit dem Massaker in München: Beide Täter waren offenbar sozial isolierte Einzelgänger. Stephan B. äußerte während seiner Tat immer wieder Minderwertigkeitsgefühle. Und beide bewegten sich in der diffusen Szene aus Gaming-Plattformen und obskuren Online-Foren – den Räumen, in denen sie sich immer weiter radikalisierten.

Zu den Postings von David S.: Er war (2016!) u.a. auf Steam unterwegs, in Gruppen, die gegen Zuwanderer hetzten. In einer rechten Onlinecommunity also wie der jetzige #Halle-Attentäter. Für Behörden hätte es also frühen Grund gegeben, sich diese Onlinenetzwerke anzuschauen #OEZ

— Konrad Litschko (@konradlitschko) October 25, 2019

 

Posted on 25 October 2019 | 3:45 pm
Die NPD erfindet sich neu

Das vierseitige Positionspapier, das bnr.de vorliegt, ist das Arbeitsergebnis der Klausurtagung der NPD-Parteispitze um ihren Vorsitzenden Frank Franz, die am 21. und 22. September in Berlin stattgefunden hat.

Einleitend wird in dem Papier des NPD-Vorstands „Neustart für die Heimat – statt ein bloßes ‘Weiter so‘“ festgehalten, dass man einen Plan entwickelt habe, wie die „kampferprobte Gemeinschaft“ wieder „Fahrt aufnehmen und an Einfluss gewinnen kann“. Man gesteht ein, dass die NPD „an einem vorläufigen Tiefpunkt angelangt“ sei, „was Wahlergebnisse und was unsere politische Bedeutung betrifft“. Andererseits würden NPD-Forderungen noch nie so „intensiv in der Öffentlichkeit“ diskutiert – allerdings unter dem Label der AfD.

Als „Macherpartei“ in Szene setzen

Verstärkt soll auf der Tagung darüber nachgedacht worden sein, ob der Name NPD als eine „eingeführte Marke“ aufgrund von „Bedeutungslosigkeit, mangelnder Glaubwürdigkeit und mangelnder Ernsthaftigkeit“ verbrannt sei. Dazu der Parteichef Frank Franz: „Suchen wir auf diesem Schlachtfeld ... weiterhin die Auseinandersetzung? Oder wagen wir einen Neustart, mit frischen Ideen und jawohl – auch einen neuen Namen.“ Auch unter einem neuen Namen müsse jedoch der „thematische Markenkern“ der NPD, „also der aus unserem ethnischen Volksverständnis resultierende Kampf gegen Überfremdung und Heimatverlust" weitergeführt werden, heißt es im Positionspapier der NPD-Spitze.

Als neues Thema der Partei hat die Führung den Themenkomplex Naturschutz auserkoren, der eine „starke soziale und wirtschaftliche Komponente“ aufweise. Größenwahnsinnig schwadroniert man gleich von einer Art „Greenpeace von rechts“. Als Zielgruppe hat die NPD dazu die „abstiegsbedrohte“ Mittelschicht im Visier.  Als eine „Partei neuen Stils“ wollen sich die Nationaldemokraten verstärkt als „Macherpartei“ mit Projekten wie „Schafft Schutzzonen“ und „Deutsche helfen Deutsche“ in Szene setzen.

Um der Partei wieder Schwung zu verleihen, soll der „vorpolitische“ Raum ausgebaut werden. Konkret soll das bisherige Parteisprachrohr „Deutsche Stimme“ künftig nicht mehr im Zeitungsformat, sondern als Magazin am Markt platziert werden. Ebenso werde die Medienarbeit „professionalisiert“. In Planung sei die Einrichtung eines „Newsrooms“ in der Berliner Parteizentrale.

Mit freundlicher Genehmigung des „blick nach rechts“ übernommen.

Posted on 23 October 2019 | 12:09 pm
Identitärer Rechtsrap: Der Sound für die autoritäre Revolte

Dennoch konnte sich Rap nur unwesentlich als relevanter Teil der neonazistischen Musikszene etablieren. Anders sieht es im Spektrum der Identitären aus. Hier wird die Musikszene vom Rap dominiert. Das ist allein aus strategischen Gesichtspunkten naheliegend: In ihrem als „Metapolitik“ bezeichneten Hegemoniekampf haben die Neofaschisten ein Musikgenre gewählt, das bei Jugendlichen derzeit sehr beliebt ist. Entsprechend groß ist die Anzahl der Jugendlichen, die sie potenziell erreichen könnten. Das heißt allerdings nicht, dass Identitäre nicht auch am neonazistischen Musikleben teilhaben können, zum Beispiel am Rechtsrock-Großevent in Ostritz.

Dabei bleibt die Anzahl identitärer Rapper – wie auch der gesamten identitären Musikszene – sehr überschaubar: Vier relevante Künstlerinnen und Künstler liefern Rechtsrap, mit Kai Naggert alias „Prototyp“ ist kürzlich ein fünfter dazugekommen. Wie auch in anderen Bereichen des neurechten Hegemoniekampfs sind die Protagonisten Multifunktionäre. Naggert beispielsweise ist gleichzeitig Teil des Medienformats „Ruhrpott Roulette“ und steht hinter der Entwicklung von „Patriot Peer“ – einer App, die wohl länger zur Fertigstellung braucht als der Berliner Flughafen.

Chris Ares


Chris Ares beim Angriff auf Journalisten. Quelle: Anne Wild

Chris Ares, bürgerlich Christoph Zloch, kommt aus Freiburg im Breisgau und wird seit 2016 vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Früher engagierte er sich im „Bündnis deutscher Patrioten“ (BdP), heute produziert er Musik in einem eigenen Studio nahe München. 2016 griff der Rapper, der sich nach dem griechischen Kriegsgott benannt hat, am Rande einer AfD-Wahlparty Pressefotografen tätlich an. Der Angriff ist gut dokumentiert, trotzdem wurden die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Ares trat bei Veranstaltungen der Identitären und der AfD auf, sein letztes Album „2014-2018“ erschien beim Label „Arcadi Musik“, das mit dem „Arcadi Verlag“ verbunden ist. Dahinter steht unter anderem der AfD-Funktionär Yannick Noé. Vor kurzem hat Ares ein eigenes Label angekündigt, das unter dem Namen „NDS“ („Neuer Deutscher Standard“) firmieren soll.

Chris Ares‘ Songtexte sind geprägt von einem extrem rechten Weltbild. In Texten besingt er Gewaltphantasien und Großmachtträume, thematisiert werden die antisemitisch konnotierten Verschwörungstheorien „Hooton-Plan“ und „Morgenthau-Plan“. Beide sind im rechten Spektrum virulent, werden gern als angebliche Beweise für einen geplanten „Volkstod“ herangezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg schlug der US-Rassist Earnest Hooton die Ansiedlung nichtdeutscher Bevölkerung in Deutschland vor, um Deutschland die ihm angeblich innewohnende Aggressivität auszutreiben. Zur selben Zeit entwarf der damalige US-Finanzminister Henry Morgenthau den Plan, Deutschland in ein Agrarland umzuwandeln, damit es keine Angriffskriege mehr führen könne. Beide Pläne wurden verworfen, werden allerdings von der extremen Rechten immer wieder herangezogen, auch von Chris Ares im Lied „Du mein Deutschland“:

Ich hasse deine Feinde, die dich so vergiftet haben
Einmal stark sein, dann leuchtest du in Licht und Farben
[…] Das hier ist mehr wert als Hooton und Morgenthau

An anderer Stelle des selben Songs wird deutlich, was für Ares alles zu Deutschland gehört:

Von Wien bis Stettin, wir steh’n hier für die Erben
Verwurzelt in Deutschland, du mein Deutschland
Stets an deiner Seite
Auch wenn du uns mal enttäuscht hast
Du bist mehr, als uns die BRD erschaffen hat
Dieses Multikulti-USA-Schlaraffenland

Im Song „Defend Europe“ wird eine „Rückkehr der Germanen“ besungen, die mit Panzerwagen Punks durchs Land jagen.

Brechen Teutonen über Dünen
Übernehmen jedes Land,das ist die Rückkehr der Germanen
Ja, wir opfern unser Dasein
nur aus Rücksicht auf die Ahnen
Eure vollvermummten Punkvisagen
Werden mittels Panzerwagen
durch das ganze Land gejagt
Um euch Maden dann anzuklagen

Komplott


Patrick Bass alias „Komplott“, Foto: Screenshot

Unter dem Pseudonym „Komplott“ rappt mit Patrick Bass ein früherer Neonazi-Aktivist für die Identitären. Schon vor seiner Zeit als Identitärer war er als „Subversiv“ musikalisch unterwegs, sein Lied erklang in einem „Mobilisierungs-Track zum letztendlich durch die Polizei verbotenen neonazistischen „Antikriegstag“ in Dortmund“ (lsa-rechtsaußen).

Bei der Identitären-Veranstaltung „Europa Nostra“ am 25. August 2018 in Dresden stand „Komplott“ zusammen mit Chris Ares auf der Bühne. Nicht zuletzt, da Ordner Pressevertreter massiv bedrängt hatten, wurde die Veranstaltung in den Medien als Desaster eingeschätzt. Auch qualitativ fiel der Auftritt der IB-Rapper weit hinter vergleichbaren Konzerten der extrem rechten Szene zurück.

Sein 2018 bei „728er Records“ erschienenes Album „Weiszes Kaninchen“ wurde massiv von der Gruppierung „Ein Prozent für unser Land“ beworben, sie werden auch auf der Rückseite der CD-Hülle aufgeführt. Im Jahr vorher veröffentlichte „Komplott“ zusammen mit Chris Ares die EP „Bastion“.

In seinen Texten macht „Komplott“ aus seiner Ideologie keinen Hehl. Das deutsche Volk sei ein „schlafender Riese“, den man nur vom paralysierenden „krankmachenden Gift“ befreien müsse. Wenn er von „Genozid“, „Krieg“ und Austausch rappt, erinnert das an die neonazistische Angstmacherei vor dem angeblichen „Volkstod“. Zitat aus dem Titel „Gestern und Morgen“:

Mein Volk, wie kein zweites auf der Erde
Heute bricht der Wolf in deine Herde
Noch bist du blind, noch bist du taub
Schlangenzungen haben deine Sinne geraubt
Tyrannen halten dich mit Hass und Verachtung
In Agonie, paralysierte Umnachtung
[…]
Zeig dein wahres Gesicht, du schlafender Riese
Du ahnst es noch nicht, welche Kraft in dir ist
Wie viel Macht du besitzt
Wenn du erwachst von dem krankmachenden Gift
Sie führend Krieg gegen dich, Genozid gegen dich
Glauben, man kann einen Stamm einfach tauschen
Spiel dieses perfide Spiel nicht mehr mit
Frisch auf, mein Volk, die Flammenzeichen rauchen

Die letzte Zeile stammt aus dem gleichnamigen martialischen Gedicht von Karl Theodor Körner aus dem 19. Jahrhundert. Darin heißt es:

Du sollst den Stahl in Feindes Herzen tauchen
Frisch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen
Die Saat ist reif, ihr Schnitter, zaudert nicht!
Das höchste Heil, das letzte liegt im Schwerte!

Damit dürfte offensichtlich sein, auf welche Weise der „schlafende Riese“ erwachen und seine „Tyrannen“ loswerden soll.

Im Titel „Europa“ fordert Komplott nicht nur auf, sich zu „wehren“ und „in den Heldenkampf“ zu marschieren, sondern er besingt auch den „großen Austausch“ – den angeblichen Plan, die ansässige Bevölkerung gegen „Fremde“ auszutauschen. Diese Verschwörungstheorie wurde spätestens mit dem Anschlag in Christchurch bekannt, bei dem ein Rechtsterrorist am 15. März 2019 zwei Moscheen attackierte und dabei 51 Menschen tötete und weitere 50 zum Teil schwer verletzte. In seinem Bekennerschreiben berief sich der Rechtsterrorist auf das angebliche „Great Replacement“ - den „großen Austausch“. Gegen jenen ruft „Komplott“ in diesem Song zur „Reconquista“ – zur Rückeroberung – auf:

Wir müssen uns wehren
Schnell, sonst ist es zu spät
Denn unsere Gegner vernichten
Die ethnokulturelle Kontinuität
[…]
In jeder gottverdammten Scheißstadt
Seh'n wir was passiert:
Der große Austausch
Doch wir stehen ja noch hier
Wir werden unsere Fahne tragend
In den Heldenkampf marschieren
Reconquista der Heimat in jedem Stadtbezirk

Prototyp NDS


Kai Naggert alias Prototyp NDS, Foto: Screenshot

Unter dem Namen „Prototyp NDS“ neu im Rechtsrap-Business ist Kai Naggert, der in der Identitären-Szene in Nordrhein-Westfalen aktiv ist. Daneben bespielt er die Marke „Ruhrpott Roulette“ mit Youtube-Content, bewirbt Merch-Artikel zu dieser Marke und versichert immer mal wieder, dass die Identitären-App „Patriot Peer“ irgendwann doch noch veröffentlicht wird.

„Prototyp NDS“ hat bislang einige Songs beim bereits erwähnten Label „Arcadi Musik“ veröffentlicht, dabei eng mit Chris Ares zusammengearbeitet. Entsprechend verwendet er die Abkürzung „NDS“ – „Neuer Deutscher Standard“, die auch der Name des von Ares angekündigten Labels ist. Produzieren lässt „Prototyp NDS“bei „Thanatan“, hinter dem sich der Identitäre Falk Sch. verbirgt.

Auch hier ein paar Zitate aus Songs, die zeigen, welche Ideologie transportiert werden soll. Aus „Deutschland“, erschienen am 27. September 2019:

Ich gehe raus und seh das Schicksal meiner Heimat
Sehe, wie das Volk krepiert, gelenkt von diesem Scheißstaat
Ich heb die Faust und steh mit Tausenden vorm Reichstag
Auf die Straße, reiht euch ein, solange ihr noch Zeit habt

Prototyp, ich rechne ab, für das, was ihr gemacht habt
Ich hör erst auf, wenn alle randalier’n in jeder Kackstadt
Ich attackiere weiter, bis ich es vollbracht hab
Am Ende wird man seh’n, ob der Deutsche zuletzt gelacht hat

[…] Ich kämpfe für mein Volk, weil es mir am Herzen liegt
Ich scheiße auf Erfolg, ich bin kein Typ, der sich verbiegt
Macht doch, was ihr wollt, ihr werdet sehn, was bald geschieht
Wenn der Adler wieder über unserer Heimat fliegt

Es folgen Zitate aus dem Titel „Aufstand“. Auch Prototyp rappt von der Verschwörungstheorie des „großen Austauschs“, die natürlich von nicht näher benannten Mächten „kontrolliert und finanziert“ werde. Auch die rechtsextreme Erzählung von der „Umerziehung“ der Deutschen durch die Alliierten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird von Prototyp bemüht:

Die Masse ist total zersetzt
Umerzogen, programmiert
Das Volk im Westen fast ersetzt
Hier sieht man Schulen, wo kein Kind mehr Deutsch spricht
[…]
Die Scheiße wird gesteuert
Kontrolliert und finanziert
Von Massenmedien befeuert
Uns geht es gut, dass ich nicht lache
Der Fall Europas ist beschlossene Sache

Melanie Schmitz


Melanie Schmitz, hier zusammen mit Martin Sellner in Dresden, Foto: Thomas Witzgall

Die Identitäre Melanie Schmitz hat bislang einen Song mit Rap-Elementen veröffentlicht: „Hetztape“, mit dem an den Erfolg des Titels „Sextape“ der Youtuberin Katja Krasavice angeknüpft werden soll. Ebenfalls mitgewirkt haben Kai Naggert und Marius König vom Identitären-Projekt „Ruhrpott Roulette“.

Schmitz war eine Zeit lang bei der mit Gewalttaten aufgefallenen Identitären-Gruppe „Kontrakultur Halle“ aktiv, bevor sie 2018 zurück nach Essen gezogen ist. In der Vergangenheit hat sie versucht, weitere Genres zu bedienen. Sie sang zusammen mit dem Hallenser Identitären Till-Lucas Wessels als „Variete Identitaire“ wenige Lieder, bis das Projekt, wie so viele der IB, verstummte. Bei der erwähnten „Europa Nostra“-Veranstaltung in Dresden trat Schmitz solo mit Gitarre auf.

Gewalt spielt auch bei ihr eine Rolle, wie die nachfolgenden Zitate aus „Hetztape“ zeigen:

Also Baby, mach die Kamera an,
Kommt ein Nafri, geht es ba-ba-ba-bam
[…]
Schatz, ich mach dir Kanonen klar,
meine Worte ballern heftiger als deutsche Kampfpanzer
Ich will Identität und kein‘ Marxismus-Scheiß
[…]
Schöne Schale, fauler Kern,
Deutsche Willkommenskultur ein Trojanisches Pferd

Bloody 32

Bloody 32 (rechts) zusammen mit Komplott, Screenshot: Instagram

Als für den 9. März 2019 von den Identitären ein Konzert in Cottbus beworben wurde, wurde als Rapper neben „Komplott“ und Chris Ares auch der Cottbusser „Bloody 32“ angekündigt. Nach öffentlichem Druck zog die Location ihre Zusage zurück. Die Identitären bewarben das Konzert nun nur noch mit der Ortsangabe Cottbus. Schließlich wurde es im sächsischen Hoyerswerda durchgeführt, der Heimatstadt des Identitären Toni Schneider, der an diesem Abend auch anwesend war. „Als Location wurde eine vom sächsischen Innenministerium als „rechtsextremistisch“ eingestufte Immobilie genutzt.“

Bloody 32 ist seit Jahren als Rapper aktiv, spätestens seit 2016 mit dem Titel „Staatsfeind“ fällt er durch extrem rechte Texte auf. Sein letztes Album „Zeitzeuge“ hat er im „patriotischen Label“ „Sub:Version Production“ veröffentlicht. Es folgen Zitate des Musikers, den Brandenburgs Verfassungsschutz nur als „asylkritisch“ einordnet.

Wie in der rechten Szene üblich, deutet Bloody 32 das mahnende Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus in eine Schuld um, mit der sich das deutsche Volk selbst kleinhalte und von der es sich befreien müsse. In „Widerstand“ klingt das so:

Viel zu lange haben wir nur tatenlos zugesehen
Jetzt ist es an der Zeit, einen neuen Weg zu gehen
Seit über 70 Jahren laufen wir bereits geduckt
Sie brechen die Gesetze, jedes Mal, wenn keiner guckt

Eine Steigerung erfährt diese Erzählung im aktuellen Song „Bis in die Ewigkeit“, das er mit Julia Juls von der Gruppierung „Kandel ist überall“ aufgenommen hat. Dort schwingt Relativierung des Holocaust mit:

Die Zeit ist vorbei, sich für damals zu schämen
Jedes Volk hat seine dunklen Seiten gesehen

Von einer angeblichen Verschwörung des „Systems“, der Demokratie in Deutschland, rappt Bloody 32 in „Staatsfeind“:

Lieber sterbe ich kämpfend, als mit der Lüge zu leben
Das mit Demokratie, das ist alles nur Schein
Denn sie wird kontrolliert, eure gewählte Partei
Jede Nachricht im Fernsehen ist in Deutschland zensiert
Alles nur, damit der dumme Steuerzahler nicht kapiert
Was wirklich passiert, wie das hier wirklich funktioniert
Damit der Mensch nicht den Glaube an Recht und Ordnung verliert
Sie kontrolliert die Gewalt, Bundeswehr, Polizei
In diesem System bist du vieles, aber niemals frei

Fazit

Die Texte der IB-Rapper, ob mit oder ohne neonazistischer Vergangenheit, transportieren genauso rechtsextreme Ideologie und Gewaltverherrlichung wie ihre Pendants im klassischen Rechtsrock, wenn auch etwas abgeschwächt. Die Verschwörungstheorien können auf Kinder und Jugendliche einwirken und so zu einer rechten Lebenswirklichkeit beitragen. Fortwährend wird Angst vor Ausländern geschürt, vor politischen Gegnern und angeblichen Verschwörungen von Mächten im Hintergrund. Es wird der Aufstand beschworen und eine glorreiche Zukunft versprochen, wenn „das Volk“ sich nur erhebe.

Es sind nur wenige IB-Rapper, die allerdings ihre Reichweite über das Internet stark erhöhen. Zuletzt erreichte ein Titel kurzzeitig Platz eins der Amazon-HipHop-Charts. Solange Behörden wegsehen und Gelegenheiten, rechtlich gegen Rechtsrapper vorzugehen, ungenutzt verstreichen lassen, Verfahren wie im Fall von Chris Ares einstellen und die Protagonisten verharmlosend einordnen, wird die kleine aber laute Szene ihre Strukturen weiter festigen.

Dass aus Worten Taten werden können, dazu müssen wir nicht erst nach Christchurch in Neuseeland schauen.

Der Artikel erschien in leicht abgewandelter Form zuerst bei Fuxenrot.

Posted on 18 October 2019 | 2:16 pm
Höcke und Kalbitz: AfD wirbt mit Flügel-Treffen auf Rügen

In Binz auf Rügen wollen erstmals in Mecklenburg-Vorpommern Anhänger des völkisch-nationalistischen Flügels der AfD im größeren Rahmen zusammenkommen. Für den 23. November wird ein „1. Flügelfest“ beworben, zu dem auch die beiden bekanntesten Gesichter der Rechtsaußen-Gruppierung innerhalb der AfD, Björn Höcke und Andreas Kalbitz, als Redner auftreten sollen.

Um die Organisation scheint sich der AfD-Bundestagsabgeordnete Enrico Komning zu kümmern. Komning, der erst kürzlich zu einem der Parlamentarischen Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion gewählt wurde, wird auf dem Veranstaltungsflyer mit einer eigenen Flügel-E-Mail-Adresse gelistet, alternativ können sich Interessenten auch über seine Adresse im Bundestag für die Veranstaltung anmelden.

Verfassungsschutz-Gutachten nennt Komning

Komning trat letztes Jahr auf dem Kyffhäusertreffen, eine jährliche bundesweite Veranstaltung für Anhänger des Flügels, als Redner auf, in Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich der Funktionär öffentlich hingegen kaum als Anhänger der vom Verfassungsschutz als „Verdachtsfall“ eingestuften Gruppe. Auch im Anfang des Jahres veröffentlichten Gutachten der Sicherheitsbehörde kommt der Neubrandenburger Rechtsanwalt vor. Grund sind vor allem seine Aktivitäten bei der „Greifswalder Burschenschaft Rugia“, deren Mitglied Komning ebenfalls ist.

Gegenwind bekommt der 51-Jährige derzeit ausgerechnet von einer Person, mit der er ideologisch eigentlich auf einer Wellenlänge sein dürfte: dem ehemaligen Landesvorsitzenden Dennis Augustin. Dieser hätte laut eigener Aussage eine Unterlassungserklärung von einem Anwalt bekommen, der zu Komnings Kanzlei gehört. Daraufhin meldeten sich gleich mehrere AfD-Anhänger zu Wort, die im Rahmen von juristischen Auseinandersetzungen ebenfalls Post von jener Kanzlei bekommen hätten, konkret genannt werden Parteiausschlussverfahren. „Wir werden das Wirken der Kanzlei Komning in der AfD ans Licht bringen“, kommentiert Augustin die Aussagen.

Landesparteitag soll Kurswechsel einläuten

Außer Höcke und Kalbitz sind für das sogenannte Flügelfest keine weiteren Redner angekündigt, Funktionäre der AfD aus M-V werden lediglich für Grußworte angekündigt, neben Enrico Komning auch die Schweriner Stadtvertreterin Petra Federau, der Parlamentarische Geschäftsführer der Landtagsfraktion, Ralph Weber, sowie René Kruschewski, Vorsitzender des Kreisverbandes Vorpommern-Rügen.

Das Flügel-Treffen findet genau zwei Wochen nach dem Landesparteitag statt – auf diesem soll einem Bericht der Ostsee-Zeitung zufolge ein Kurswechsel eingeläutet werden. Anhänger des Flügels würden versuchen, dort gemäßigtere Kräfte aus dem Landesvorstand zu verdrängen und so die Ausrichtung des Landesverbandes zugunsten einem Kurs anzupassen, wie ihn Höcke oder Kalbitz in ihren Verbänden längst vorantreiben.

Stattfinden soll das „Flügelfest“ im Arkona Strandhotel in Binz. Seit Jahren führt die AfD dort regelmäßig Veranstaltungen durch. Geworben wird auf dem Veranstaltungsflyer zudem mit einem Grußwort der Hoteldirektorin. Bereits vor über drei Jahren berichtete die Ostsee-Zeitung unter dem Titel „Hotel-Generaldirektorin Birte Löhr: Die AfD ist uns willkommen“. Löhr ist Sachkundige Einwohnerin in der Gemeinde Binz für das Wählerbündis „Aus der Mitte“.

Posted on 14 October 2019 | 2:19 pm
„Wir akzeptieren keinen Nazi als Vorsitzenden im Rechtsausschuss“
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Der Rechtsausschuss des Bundestags hat den AfD-Politiker Stephan Brandner als Vorsitzenden abgewählt. Wir wollten nicht länger damit leben, dass unser Vorsitzender regelmäßig durch rechte Entgleisungen auffällt, sagt die SPD-Abgeordnete Sonja Steffen.

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Posted on 13 November 2019 | 1:41 pm
Zahlreiche Neonazi-Treffpunkte im Freistaat
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Als letztes Bundesland hat nun auch Thüringen seinen Verfassungsschutzbericht vorgelegt. Darin bildet ein Blick auf die rechte Immobilienszene einen Schwerpunkt. Die Zahl der Rechtsextremisten ist von 835 auf 900 angewachsen. Als gewaltbereit gelten unverändert 250 Personen.

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Posted on 13 November 2019 | 12:29 pm
Neonazi-Blatt im Visier der Justiz
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Dortmund – Die Ermittlungen gegen „N.S. Heute“ richten sich offenbar auch gegen Autoren und Interviewpartner des braunen Zeitungsprojektes.

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Posted on 12 November 2019 | 3:15 pm
Braune Klänge in der „Titanic“
Bilder: 

In der Gaststätte des NPD-Kommunalpolitikers Horst Micheel in Neumünster ist am Samstag eine rechtsextreme Musikveranstaltung angekündigt.

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Posted on 12 November 2019 | 2:23 pm
Krude Thesen zur Reichspogromnacht
Bilder: 

Anhänger diverser „Reichsbürger“-Gruppierungen marschierten mit antisemitischen Parolen am 9. November in Berlins Innenstadt auf.

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Posted on 12 November 2019 | 10:57 am
Braune Restetruppe für Haverbeck-Wetzel
Bilder: 

In Bielefeld demonstrierten 230 Neonazis und Holocaust-Leugner. An die 15.000 Menschen stellten sich ihnen entgegen.

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Posted on 11 November 2019 | 4:27 pm
Vom Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan zur NPD-Demo: Reservist posiert vor Hakenkreuz-Fahne und teilt Holocaust-Leugnung
Florian Röttger zusammen mit seiner Frau bei einer NPD-Demonstration am 24.11.2018 in Salzgitter.Irgendwo auf einer staubigen Straße in Afghanistan: An einem Checkpoint tanzen zwei deutsche Soldaten ausgelassen zu Musik. Ein Video davon hat der User “Florian Röttger” auf die Videoplattform youtube hochgeladen. Es trägt den Titel “ObjRgt Mazar E Shariff”. „ObjRgt” ist die Abkürzung des Objektschutzregiment der Luftwaffe. Mazar E Shariff ist die zweitgrößte Stadt in Afghanistan, …
Posted on 19 April 2019 | 8:53 pm
“Deutsche die Messerstich verteilen”: Gewalttätige Neonazis aus Braunschweig mischten in Chemnitz mit
Ob BILD, FAZ oder die Titelseiten oder internationalen Presse: Viele Artikel über die Angriffe auf Journalist*innen und Polizei beim “Trauermarsch” der AfD und »Pro Chemnitz« am Samstag, den 1.9.2018, waren mit einem Agenturfoto bebildert, welches aggressive Neonazis vor einer Polizeikette zeigt. Einer der Männer macht die sogenannte “Pistolen-Geste” – eine deutliche Drohung in Richtung der …
Posted on 8 September 2018 | 8:53 pm
BZ: “Volkswagen darf mutmaßlichen Neonazi nicht entlassen”
Nachdem wir über die Beteiligung des Neonazis Dennis Kiebitz an einer “Neonazi-Randale im Bierkönig” auf Mallorca berichteten, wurde er als Türsteher einer Braunschweiger Diskothek nach Angaben des Betreibers entlassen. Auch sein Hauptarbeitgeber, Volkswagen Salzgitter, wollte den Neonazis loswerden. Der klagte allerdings gegen seine Kündigung. Nun hat das Arbeitsgericht Braunschweig geurteilt, dass die Entlassung nicht rechtsmäßig …
Posted on 16 March 2018 | 11:24 pm
NDR: Die AfD, ein Mitarbeiter und die “Identitären”
“Die AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag möchte nicht durch Provokation in Erscheinung treten, sondern durch eine betont sachbezogene Oppositionspolitik. So klang es zumindest in einer Pressekonferenz nach der ersten regulären Sitzungdes neugewählten Landtags im November. Allerdings gibt es in den Reihen ihrer Mitarbeiter nun einen jungen Mann, dem Kritiker eine Nähe zum Rechtsextremismus vorwerfen. Nach Recherchen …
Posted on 23 January 2018 | 10:03 pm
BZ: Gericht bestätigt: NO-Schläger bekommt eine letzte Chance
“Das Landgericht entscheidet im Berufungsverfahren: Der Neonazi bleibt auf freiem Fuß.” > Zum Artikel
Posted on 22 January 2018 | 10:07 pm
Peine: Großdemo oder Sturm im Wasserglas?
[UPDATE: Als Redner ist nun auch der Neonazi Alexander Kurth, »Die Rechte«/THÜGIDA angekündigt] Für Samstag, den 3. Februar 2018, ruft die Facebook-Seite »Patrioten Niedersachsen« bundesweit zu einer Demonstration unter dem Motto “Gegen Fehlpolitik und für soziale Gerechtigkeit dem deutschen Volke” auf. Geworben wird für die Demonstration unter anderem auch mit einem Bild eines Vermummten und …
Posted on 22 January 2018 | 1:15 am
Braune Umstrukturierung: »Kollektiv Nordharz« löst sich zu Gunsten der Partei »Die Rechte« auf
Kurz und knapp war die Ankündigung, die Ende letzter Woche auf der Homepage der neonazistischen Gruppierung »Kollektiv Nordharz« erschien: “Hiermit geben wir, das Kollektiv Nordharz, unsere Auflösung bekannt. Diese Seite wird in den nächsten Tagen abgeschaltet.” Zwar kursierten in den letzten Wochen immer wieder Gerüchte über internen Streitereien zwischen den Aktivisten der Neonazi-Kameradschaft, die seit …
Posted on 6 January 2018 | 10:04 pm
news38: “Identitäre Bewegung Bewegung entert Quadriga und zündet Pyro”
news38 berichtet: “Mutmaßliche Anhänger der “Identitären Bewegung” haben versucht, mit einer Aktion auf dem Schloss Aufmerksamkeit zu erregen. Die Polizei schreibt am Montag, 11. September, dass bisher Unbekannte am Samstagvormittag auf der Plattform der Quadriga zwei pyrotechnische Gegenstände entzündet und dann zwei Plakate entrollt haben.” >>> Zum Artikel
Posted on 11 September 2017 | 7:57 pm
regionalbraunschweig: “Erneut Anklage gegen NO-Schläger erhoben “
Erneut Anklage gegen NO-Schläger erhoben
Posted on 3 September 2017 | 7:59 pm
HAZ: “Polizei verhindert Hooligan-Treffen”
Die Hannoversche Zeitung berichtet: “Ein Aufruf gewaltbereiter und zum Teil rechtsradikaler Hooligans im Internet hat am Sonnabend die Polizei rund um den Hauptbahnhof auf den Plan gerufen. Die Gruppe wollte von Hannover zu G-20-Krawallen nach Hamburg fahren. Die Einsatzkräfte überprüften daraufhin 25 Verdächte – und der Zug fuhr ohne die Hooligans ab … ‘Vier von …
Posted on 9 July 2017 | 10:20 pm
Strafbefehl für Kagida-Chef Michael Viehmann
Kassel (HNA) – Der Organisator der Demonstrationen der Gruppe „Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Kagida/Pegida), Michael Viehmann, ist nun vorbestraft. Die Staatsanwaltschaft Kassel wirft dem 46-Jährigen Volksverhetzung vor und hat ihm einen Strafbefehl zugestellt. Viehmann müsse nun eine Geldstrafe in Höhe von 120 Tagessätzen entrichten, sagte Dr. Götz Wied, Pressesprecher der Kasseler Staatsanwaltschaft, auf […]
Posted on 22 April 2015 | 11:48 am
Hakenkreuz am Bahnhof Sontra
Sontra – An einer Wetterschutzwand am Bahnhof Sontra wurde anfang März 2015 ein 20×20 cm große Schmiererei in Form eines Hakenkreuzes angebracht. Sie wurde durch unbekannte Täter auf der Wetterschutzwand der Gleise 2/3 des Bahnhofs Sontra angebracht. Die genaue Tatzeit ist nicht bekannt. (Quelle: http://www.presseportal.de/pm/44151/2965347/pol-esw-pressebericht-vom-05-03-15)
Posted on 6 March 2015 | 12:05 pm
Deutsches Quartett gibt Frankreich-Debüt
Quelle: Blick nach Rechts Frankreich (Lyon) – Für den 10. November wird in der Region von Lyon ein offenkundig braun gefärbtes Black Metal-Konzert beworben. Unter dem Motto „Hatred And War“ stehen vier Bands auf dem abendlichen Programm, darunter „Sarkrista“ aus Schleswig-Holstein bei ihrem Frankreich-Debüt. Das Quartett gibt es seit 2011. Es hat seine Musik beim Label Purity [...]
Posted on 11 November 2018 | 8:24 am
Richtig reinstürmen
Quelle: „Jungle World“: In Bamberg hat der Prozess gegen vier Mitglieder der »Weisse Wölfe Terrorcrew« begonnen. Den Neonazis wird vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben. Die »Weisse Wölfe Terrorcrew« (WWT) hat eine lange Geschichte. In der Gruppe, die vorgab ein Fanclub der nordrhein-westfälischen Rechtsrockband Weisse Wölfe zu sein, hatten sich in den vergangenen zehn Jahren militante [...]
Posted on 11 November 2018 | 8:19 am
„Horna“ auf Europa-Tournee
Quelle: Blick nach Rechts Finnische „Black Metal“-Band mit guten Kontakten zu Musikern aus der NSBM-Szene tritt dieser Tage in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf. Die umstrittene Band „Horna“ aus Finnland will im Rahmen ihrer Europa-Tournee in dieser Woche auch den deutschsprachigen Raum nicht aussparen. Die Finnen sind für zwei Konzerte in Deutschland gebucht. Angekündigt sind sie [...]
Posted on 7 November 2018 | 8:27 am
Hassklänge im Viererpack
Quelle: Blick nach Rechts Für den 10. November an nicht näher beschriebenem Ort ist ein neuerliches Rechtsrock-Konzert angekündigt. An dem Samstag sollen vier deutsche Neonazi-Bands unter der Losung „United We Stand“ aufspielen. Für das Programm werden „Exzess“ um Tobias Vogt aus dem Raum Strausberg, die einen eigenen Online-Versanddienst betreiben, aufgelistet. Außerdem soll „Heiliger Krieg“ auftreten, die Nachfolgeband [...]
Posted on 2 November 2018 | 8:30 am
Braune Polit-Show in Zweitauflage
Quelle: Blick nach Rechts Für den 2. und 3. November steht erneut das martialische „Schild & Schwert-Festival“ im sächsischen Ostritz an. Verantwortlich für die neonazistische Polit-Show am Freitag und am Samstag zeichnet Thorsten Heise. Dem Bundes-Vize der NPD kommt seine langjährige Kontaktpflege weit über seine Parteigrenzen hinweg hin zu anderen rechtsextremen Parteien, zu Führungsfiguren der „Freien Kräfte“ [...]
Posted on 31 October 2018 | 8:34 am
Professioneller Rechtsrock in Thüringen
Quelle: Blick nach Rechts Im Freistaat fanden im vergangenen neben kleineren Events vier große Rechtsrock-Konzerte statt. Angemeldet waren sie jeweils als politische Versammlungen. Dem Verfassungsschutz zufolge spielen dabei auch finanzielle Gesichtspunkte eine nicht unbedeutende Rolle. Der Verfassungsschutzbericht aus Thüringen nimmt sich ausführlich des Themas Rechtsrock-Konzerte an und stellt fest, dass die dahintersteckenden Initiatoren die braunen Events stark [...]
Posted on 26 October 2018 | 8:58 pm
Konspiratives „Joe Rowan Memorial“
Quelle: Blick nach Rechts Zu einem „Hammerskin“-Konzert mit fünf Rechtsrock-Bands sind am vergangenen Samstag Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und den Niederlanden nach Kirchheim angereist. Ein „Joe Rowan Memorial“-Konzert veranstalteten Neonazis am vergangenen Samstag in Kirchheim bei Erfurt. Die Teilnehmer reisten aus dem ganzen Bundesgebiet nach Thüringen. Darunter waren nach Informationen der Thüringer Landtagsabgeordneten Katharina König-Preuss unter [...]
Posted on 24 October 2018 | 8:52 pm
Martialisches Neonazi-Event
Quelle: Blick nach Rechts Am Samstag soll im sächischen Ostritz die Veranstaltungsreihe „Kampf der Nibelungen“ fortgesetzt werden – das braune Kampfsport-Spektakel ist über die Jahre erheblich gewachsen. Die seit 2013 jährlich im Herbst praktizierte Veranstaltungsreihe unter dem Namen „Kampf der Nibelungen“ (KdN) findet am 13. Oktober im sächsischen Ostritz ihre Fortsetzung. Anfangs wurde lange Zeit [...]
Posted on 10 October 2018 | 12:51 pm
„Kategorie C“ wieder in Aktion
Quelle: Blick nach Rechts Die rechte Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ will am Freitag und am Samstag zwei Konzerte geben. Eines davon wird von ihr offen auf der eigenen Homepage angekündigt, der andere Auftritt kursiert nur in internen Kreisen der rechtsextremen Szene. Die Combo des Sängers Hannes Ostendorf aus Bremen, der bei Facebook auch als „Hannes [...]
Posted on 9 October 2018 | 12:46 pm
Braunes Spektakel auf dem Acker
Quelle: Der rechte Rand 04.10.2018 – Am Freitag und Samstag soll im mittelthüringischen Magdala die dritte Auflage von „Rock gegen Überfremdung“ stattfinden – unter den Headlinern sind „Die Lunikoff Verschwörung“ sowie „Gigi & Die Braunen Stadtmusikanten“. Die dritte Auflage des Thüringer Großkonzerts „Rock gegen Überfremdung“ steht unmittelbar bevor. Dazu werden mehrere tausend Besucher aus dem In- und [...]
Posted on 4 October 2018 | 8:03 am
Aktivistische Szene in der Hauptstadt
Quelle: Blick nach Rechts Die Anziehungskraft der braunen Musikszene, zu der ein weit gefasstes Netzwerk gehört und der stadtweit 170 Personen zugerechnet werden, ist weiterhin ungebrochen, auch wenn es im Berichtsjahr zu keinem Rechtsrock-Konzert in Berlin gekommen ist. Zu den musikalischen Akteuren gehören: „Deutsch Stolz Treue“ (D.S.T.), „Die Lunikoff Verschwörung“ (Band und Solo), „Legion of Thor“, [...]
Posted on 1 October 2018 | 8:08 am
RAC-Klänge in Belgien
Quelle: Der Blick nach Rechts Belgien (Brügge) – Am Samstag sollen vier Bands bei einem internationalen Konzert der rechten Skinhead-Szene unter dem Motto „Live & Loud“ in Belgien aufspielen. „Live & Loud“ am Samstag in Belgien; (Screenshot) Mit vertreten ist am 29. September bei „Live & Loud“ auch das Kölner RAC-Quartett „Combat BC“. Der genaue Konzertort für den [...]
Posted on 27 September 2018 | 8:11 am
Holocaustleugner dürfen durch Bielefeld marschieren

Die Stadt hatte versucht, sich zu wehren: In Bielefeld treffen sich heute Hunderte Holocaustleugner zum Aufmarsch - am Jahrestag der Reichspogromnacht. Dass sie das dürfen, sorgt für Befremden.

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Posted on 9 November 2019 | 8:36 am
Wenn sich Neonazis als Sozialarbeiter tarnen

Schon die NPD wollte Kinder mit einer Hausaufgabenbetreuung ködern. Die Partei Der III. Weg kopiert das Konzept - und geht noch deutlich weiter.

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Posted on 6 November 2019 | 9:02 am
Mickie Krause beendet Zusammenarbeit nach Rechtsextremismusvorwürfen

Schlagersänger Mickie Krause hat einen Song mit einem Künstler aus dem Erzgebirge aufgenommen. Der war zuvor auf einer NPD-nahen Veranstaltung aufgetreten und pflegt Kontakt zu Neonazis. Nach Störungsmelder-Recherchen hat Krause den Kontakt abgebrochen.

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Posted on 28 October 2019 | 11:28 am
Propagandaschmiede im Kurort

Aus einem beschaulichen Kurort im Allgäu verschickt ein Neonazi Propaganda in die ganze Welt. Warum stellt sich in der Gemeinde niemand dagegen?

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Posted on 24 October 2019 | 9:30 am
Schon 12.500 rechtsextreme Straftaten in diesem Jahr

Für 2019 zeichnet sich eine hohe Anzahl rechter Straftaten ab. Dabei sind weder der Lübcke-Mord noch der Halle-Anschlag schon in der Statistik verzeichnet. Von Tagesspiegel-Autor Frank Jansen Die Polizei hat in diesem Jahr nach Informationen des Tagesspiegels bereits knapp 12.500 Straftaten von Neonazis und anderen Rechten registriert. Von Januar bis August 2019 seien insgesamt 12.493 […]

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Posted on 16 October 2019 | 3:45 pm
Wie ein Neonazi im Ruhrgebiet Angst schürt

Im Ruhrgebiet lockt ein Rechtsextremer mit einem Begegnungszentrum Gleichgesinnte an. Nachbarn leiden unter dem Projekt.

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Posted on 12 October 2019 | 11:00 am
Rassistische Messerattacke als Mordversuch gewertet
Prozessbeobachtung: Antiziganismus handlungsleitend. Am 4. November verurteilte das Landgericht Berlin eine 38-Jährige wegen versuchten Mordes in einem und vorsätzlicher gefährlicher Körperverletzung in weiteren tatmehrheitlichen Fällen zu vier Jahren und neun Monaten Freiheitsentzug.
Posted on 6 November 2019 | 2:33 pm
Günter Schwannecke stirbt an den Folgen einer rechten Gewalttat
Am 5. September 1992 verstarb Günter Schwannecke in einem Berliner Krankenhaus. Eine Woche zuvor war der wohnungslose Kunstmaler in Charlottenburg mit einem Baseballschläger niedergeschlagen worden, weil er Zivilcourage bewiesen hatte: Schwannecke und ein Freund mischten sich ein, als zwei Neonazis Studierende aus Sri Lanka bedrohten.
Posted on 5 September 2019 | 1:39 pm
Reserviert für Neonazis (Update)
Am kommenden Samstag lädt der Berliner NPD-Funktionär Uwe Meenen gemeinsam mit dem „Hoffmann von Fallersleben Bildungswerk“ zu einer „geschlossenen Veranstaltung“ nach Tegel. Angekündigt ist ein Vortrag des Neonazis und Rechtsanwaltes Wolfram Nahrath. Auch ein Kreis rund um den Neonazi-Aktivisten Meinolf Schönborn und dessen Zeitungsprojekt „Recht und Wahrheit“ trifft sich seit längerem unbemerkt in einer Tegeler Kneipe. (Update: Nach der öffentlichen Berichterstattung wurde die geplante Veranstaltung abgesagt.)
Posted on 29 August 2019 | 6:24 pm
Erster „Berlin-Monitor“ zur politischen Kultur und (anti)-demokratischen Einstellungen erschienen
Bundesweite und regionale Repräsentativbefragungen zu politischen Einstellungen (etwa die „Mitte-Studien“ oder der „Thüringen-Monitor“) werden seit vielen Jahren durchgeführt und lassen aufgrund der Langzeitbefragung mittlerweile auch Aussagen über zeitliche Entwicklungen zu. In Berlin gab es entsprechende Studien bisher nicht. Der nun erstmalig erschienene „Berlin-Monitor“ geht noch einen Schritt weiter: Neben einer Repräsentativbefragung kommen vertiefend auch qualitative Methoden der Befragung zum Einsatz.
Posted on 27 August 2019 | 2:15 pm
Zustände in den Sicherheitsbehörden (Vorwort „Berliner Zustände 2018“)
Betroffene einer Anschlagsserie mit eindeutig rechtem Motiv und Hinterbliebene des Opfers eines Mordes, bei dem ein rechtes Motiv nahe liegend ist, sind alarmiert. Sie bemängeln seit Jahren, dass die Taten unaufgeklärt bleiben, dass Tatverdächtige nicht dingfest gemacht und ausgespähte Personen nicht im Vorhinein gewarnt werden. Durch die Medien wird aufgedeckt, dass tatsächlich Hinweise des Verfassungsschutzes auf eine konkrete Ausspähung verspätet weitergeleitet werden und von Seiten der Polizei nicht umgehend zu Präventionsmaßnahmen gegriffen wird.
Posted on 23 August 2019 | 11:55 am
Bis wohin und nicht weiter? – Zum behördlichen Umgang mit extrem rechten Demonstrationen
Die neonazistische Szene Berlins war in den vergangenen Jahren nur mäßig bei Straßenprotesten aktiv. Viele der altbekannten ProtagonistInnen zeigten sich nur selten oder gar nicht mehr. Mit dem „Rudolf-Heß-Marsch“ könnte sich nun eine jährliche Neonazi-Großveranstaltung etablieren – von zentraler Bedeutung für die regionale sowie die überregionale Szene. Allein dass dieser Aufmarsch bereits zweimal stattfinden konnte, können die Neonazis als Erfolg verbuchen, war er doch durch das „Wunsiedel-Urteil“ viele Jahre wegen NS-Verherrlichung verboten. Warum die Aufmärsche in Berlin doch stattfinden können, sorgt für Diskussionen und bei vielen für Unverständnis. Gleiches gilt für die Informationspolitik der Behörden, die antifaschistische Gegenproteste untergräbt und Menschen in Gefahr bringt.
Posted on 5 August 2019 | 3:01 pm
Rechtes Geheimtreffen mit Staatschefs
Verstrickungen zwischen der Rechten und deutschen Sicherheitsbehörden gibt es nicht erst seit dem NSU. Anfang Mai traf sich der konspirative „Jagsthausener Kreis“ in Freilassing –
WeiterlesenRechtes Geheimtreffen mit Staatschefs
Posted on 11 May 2019 | 8:56 pm
Neustart!
Auch wenn auf unserer neuen Website noch einige kleinere Arbeiten anstehen: ab jetzt veröffentlichen wir hier wieder antifaschistische Termine, die Termine rechter Aktionen und Veranstaltungen,
WeiterlesenNeustart!
Posted on 10 January 2019 | 8:00 pm
Spendenaufruf für den Angelika-Lex-Fonds
„Wir brauchen keinen Verfassungsschutz, sondern wir brauchen Menschen, die ihre Verfassung selber schützen, sie ernst nehmen, weil Meinungs-, Presse- und Demonstrationsfreiheit fundamentale Freiheitsrechte sind. Wir
WeiterlesenSpendenaufruf für den Angelika-Lex-Fonds
Posted on 4 December 2018 | 11:41 pm
Dokumentieren und Informieren.
Was ist das eigentlich, die „Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V.“ (a.i.d.a)? Der Verein Die Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V.
WeiterlesenDokumentieren und Informieren.
Posted on 10 November 2018 | 1:11 pm
Münchens AfD-Bundestagsabgeordnete eröffnen ein gemeinsames Büro. In Riemerling.
Aufgedeckt: Die vier Münchner AfD-Bundestagsabgeordneten Peter Boehringer, Petr Bystron, Wolfgang Wiehle und Gerold Otten beziehen ein Wahlkreisbüro in Hohenbrunn-Riemerling. Von Robert Andreasch Ein Jahr nach
WeiterlesenMünchens AfD-Bundestagsabgeordnete eröffnen ein gemeinsames Büro. In Riemerling.
Posted on 20 September 2018 | 10:15 am
„Wir werden nicht aufhören, um die Antworten zu kämpfen.“
Mit unserem gemeinsamen Projekt NSU-Watch blicken wir zurück auf über fünf Jahre erster NSU-Prozess, auf 438 Verhandlungstage. Wir haben jeden einzelnen Tag davon im Saal
Weiterlesen„Wir werden nicht aufhören, um die Antworten zu kämpfen.“
Posted on 12 July 2018 | 3:52 pm
Letzte Meldung: NRW Rechtsaußen ist (nicht nach Bayern) umgezogen
OBERHAUSEN – NRW Rechtsaußen ist umgezogen, die Website https://nrwrex.wordpress.com/ wird nicht mehr aktualisiert. Stattdessen sind wir auf http://www.lotta-magazin.de/nrwrex zu finden. Hier werden in Zukunft aktuelle Kurzmeldungen zu lesen sein, längere Beiträge veröffentlichen wir direkt auf http://www.lotta-magazin.de/. Baustelle Homepage und neue Printausgabe Am 23. Oktober 2014 schrieben wir „in eigener Sache„: „Das Internet existiert wahrlich nicht […]
Posted on 30 January 2015 | 5:18 pm
E: HoGeSa-Leitung will Aufmarsch in Essen absagen (1 Update)
ESSEN – Fällt der Aufmarsch der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) am 18. Januar in Essen aus, weil die OrganisatorInnen auf eine Klage gegen das durch die Essener Polizeipräsidentin erlassene Versammlungsverbot verzichten? Darauf deutet jedenfalls ein Statement des HoGeSa-Regionalleiters Andreas „Kalle“ Kraul hin. „Unerfüllbare Auflagen“ Er befürchtet, „unerfüllbare Auflagen“ für die Veranstaltung seien nicht zu abzuwenden. […]
Posted on 12 January 2015 | 9:06 am
K/D: Chaos bei PEGIDA NRW – ein Update (1 Update: Demo im Ruhrgebiet)
KÖLN/DÜSSELDORF – „Für nächsten Montag sind KEINE offiziellen PEGIDA Spaziergänge in NRW geplant! Der Spaziergang in Düsseldorf findet nicht statt!“ und „Veranstaltung steht und ist genehmigt! Wir werden jeden Montag in Düsseldorf spazieren.“ Diese beiden Statements finden sich auf den Facebook-Seiten verschiedener Grüppchen, die für sich in Anspruch nehmen, PEGIDA in NRW zu vertreten. Die […]
Posted on 9 January 2015 | 2:30 pm
K: Debakel für KÖGIDA
KÖLN – Auch wenn die OrganisatorInnen von 600 Teilnehmenden sprechen, so dürften am Montag kaum mehr als 250 Personen zum Ottoplatz am Bahnhof Köln-Deutz gekommen sein, um für die „Rettung des Abendlandes“ zu demonstrieren. Der geplante „Abendspaziergang“ von „Köln gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (KÖGIDA) musste aufgrund von Blockaden ausfallen. Bereits vor Beginn der Veranstaltung […]
Posted on 8 January 2015 | 8:00 pm
NRW: AfD-Landesprecher Pretzell und die PEGIDA-Aufmärsche
NRW – In der AfD brodelt ein massiver Streit über das Verhältnis zu PEGIDA: Während der Ex-BDI-Vorsitzende Hans Olaf Henkel vor allzu viel Nähe warnt, mobilisieren die ostdeutschen AfD-Landesverbände zur PEGIDA-Unterstützung. Die Fraktionsvorsitzende der AfD im sächsischen Landtag, Frauke Petry, traf gestern mit den PEGIDA-Organisatoren zusammen. Rückendeckung erhalten die PEGIDA-BefürworterInnen nun auch aus dem NRW-Landesvorstand: […]
Posted on 8 January 2015 | 12:12 pm
DO: Aus Angst vor Gegenprotest: „Die Rechte“ verlegte Beginn ihrer Kundgebung vor
DORTMUND – Offensichtlich aus Angst vor Gegenprotesten und Blockaden verlegte „Die Rechte“ den Beginn ihrer Kundgebung am 3. Januar um mehr als zwei Stunden vor. Dies geschah in Absprache mit der Polizei, die aber die Öffentlichkeit nicht über die geänderten Zeiten informierte. Öffentlich mobilisierten die Neonazis zu 16 Uhr für eine Kundgebung auf dem Platz […]
Posted on 4 January 2015 | 4:00 pm
KEIN BOCK AUF AFD BÜRO
Im Stadtteil Walle formiert sich Protest gegen die AfD Ein schöner Sommertag in Bremen und ein belebtes Straßenfest in Walle. Das nahmen am Sonntag viele BesucherInnen zum Anlass ein Zeichen zu setzen gegen die AfD. Nachdem durch unsere Recherchen öffentlich wurde, dass die AfD ihr Parteibüro in der Helgolanderstraße versteckt hält und dort nicht nur Rechtsextremisten [...]
Posted on 12 June 2018 | 11:16 pm
„AfD, JA und IB in Bremen – Ein und das Selbe?“
kopiert von antifainfoblatt.de Zur Überschneidungen von AfD, Junger Alternative (JA) und „Identitärer Bewegung“ (IB) in Bremen. Bei der Bundestagswahl 2017 konnte die AfD in Bremen und Bremerhaven insgesamt 10 Prozent der Wähler_innenstimmen für sich gewinnen. In den meisten Stadtteilen Bremens und Bremerhavens erreichte die Partei im Durchschnitt zwischen 12 Prozent und 15 Prozent.1 Wegen Überhangmandaten konnte [...]
Posted on 8 June 2018 | 12:50 am
„AfD bringt Lehrer in Bremen-Nord zum Schweigen“
kopiert von weser-kurier.de Die AfD wirft einem Nordbremer Lehrer vor, seine Neutralitätspflicht im Unterricht verletzt zu haben. Die Partei hat sich mit einer Beschwerde an die Bildungsbehörde gewandt. Die GEW ist alarmiert. Die AfD versucht augenscheinlich, unliebsame Lehrer mundtot zu machen. In Hamburg will die AfD eine Internet-Plattform einrichten, auf der Pädagogen angeschwärzt werden können. Jetzt trifft [...]
Posted on 7 June 2018 | 11:25 pm
Die Bockwurst-Party ist vorbei
AfD Akteurin De Buer, die über Wochen einen völkischen Aufmarsch in Bremen aufzog, gibt auf Das war wohl nichts. Der Versuch in Bremen einen völkisch-nationalistischen Aufmarsch zu etablieren ist auf ganzer Linie gescheitert. Auch wenn zu Beginn des Versuchs vor einigen Wochen noch AfD Verbände aus Niedersachsen, sowie AfD Bürgerschaftsabgeordneter Tassis, ihre Kanäle nutzten, um Fans [...]
Posted on 4 June 2018 | 7:19 pm
Komplett im Arsch
Propagandaauftritt der „Identitären Bewegung Bremen“ wurde gelöscht Seit dem 01.06.2018 ist der FB Auftritt der „IB Bremen“ nicht mehr erreichbar. Nach Auskunft von FB wurde diese Seite entfernt. Möglich machten dies AktivistInnen, die sich über die rassistische Hetze die von dieser Seite ausging beschwerten. Das FB überhaupt auf die Beschwerden reagiert, liegt an der kürzlich vorgenommenen [...]
Posted on 4 June 2018 | 7:12 pm
Vorsicht! Neonazis in der Nachbarschaft!
Neonazi Outings – Identitäre Bewegung Bremen Und schon wieder wurde ein Neonazi auf de.indymedia.org geoutet. Wohnhaft in der Bremer Neustadt, soll die Person sowohl Mitglied der rechtsradikalen Identitären Bewegung als auch der AfD sein. Damit reiht sich das Outing in zahlreiche Nazi Outings in diesem Jahr ein.
Posted on 14 May 2018 | 11:06 pm
„Zwischen Stahlgewitter und Hitlerjugend“
kopiert von afdwatchbremen.com Anmelderin des wöchentlichen AfD Aufmarsches auf dem Marktplatz in Bremen bewirbt die Hetzkampagne “Kandel ist Überall” begleitet von NS Propaganda Motiven und Lied-Zeilen einer rechtsextremen Band Sybill Constance De Buer möchte Aufmerksamkeit um jeden Preis. Vor allem aus dem neonazistischen Milieu. Nachdem sie bereits mit rechtsextremen Bezügen durch ihre Social-Media Accounts aufgefallen war, [...]
Posted on 12 May 2018 | 5:12 pm
„AfD-Bürgerschaftsabgeordneter demonstriert mit Neonazis“
kopiert von butenunbinnen.de Vor einer Woche demonstrierten unter anderem Neonazis in Delmenhorst gegen die deutsche Flüchtlingspolitik. Mit dabei war auch Alexander Tassis von der Bremer AfD. Der Bürgerschaftsabgeordnete der AfD, Alexander Tassis, beim sogenannten „Frauenmarsch“ in Delmenhorst. „Kandel ist überall“ war auf einem Transparent zu lesen, das acht Frauen in der ersten Reihe des Protestzuges am vergangenen Samstag [...]
Posted on 12 May 2018 | 4:47 pm
„Unsere Nazis in Sachsen“
Am letzten Wochenende feierten über 1000 Neonazis aus ganz Europa sich selbst und Hitlers Geburtstag auf dem Schild&Schwert Festival in Ostritz. Zahlreiche Neonazi-Bands konnten ihre menschenverachtenden Lieder zum Besten geben, flankiert von politischen Propaganda-Veranstaltungen, Kampfsport-Events und der Möglichkeit sich mit den neuesten rassistischen, antisemitischen und sexistischen T-Shirts einzudecken. Mit dabei waren auch altbekannte Bremer Neonazis: Hannes [...]
Posted on 30 April 2018 | 8:24 pm
„Bremer Teil eines gefährlichen Neonazi-Netzwerks?“
checkt butenunbinnen.de siehe auch bnr.de: Mutmaßliche Terrorgruppe „Nordadler“ bnr.de: „Nordadler“ auch weiblich
Posted on 28 April 2018 | 3:43 pm
Wieder ein Anschlag auf eine Geflüchtetenunterkunft!
In der Nacht von Freitag auf Samstag haben Unbekannte eine sich noch im Bau befindliche Unterkunft für Geflüchtete im lingener Langschmidtsweg mit Farbbeuteln verunstaltet. Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Anschlägen auf Geflüchtetenunterkünfte im Emsland und der Grafschaft Bentheim. So brannte es bereits zweimal in Lingen (19.12 und 27.12.15) vor einer Unterkunft [...]
Posted on 28 April 2016 | 12:31 am
Neonaziouting in Haselünne (Emsland)
Am Abend des zweiten Februars 2016 wurde der erste Vorsitzende des NPD Unterbezirks Emsland/Grafschaft Bentheim Tobias Richter in seiner direkten und indirekten Nachbarschaft geoutet. Wir halten das für eine äußerst unterstützenswerte Aktion! Hier die Bekennerschreiben: IndyMedia Linksunten
Posted on 25 February 2016 | 9:04 pm
Erneut brennt es in Lingen – immer noch kein Verdacht auf ein fremdenfeindliches Motiv?
Am Sonntag, den 27.12, hat es gegen Abend erneut an der Erstaufnahmeunterkunft für geflüchtete Menschen gebrannt. Ein Papiercontainer stand plötzlich, aus bisher noch ungeklärten Gründen, in Flammen. Bereits am Samstag, den 19.12, wurde Papiermüll an der Mensa der Unterkunft in Brand gesteckt, hierbei wurde nicht von einem fremdenfeindlichen Motiv ausgegangen! Nun der zweite Vorfall in nächster [...]
Posted on 29 December 2015 | 7:33 pm
PM: Kategorie C Auftritt in der Region
Wie an verschiedenen Stellen bereits berichtet, plant die rechte Hooligan-Band „Kategorie C“ am 21.3.2015 ein Konzert im Raum südliches Emsland / Grafschaft Bentheim. Klick hier! Mittlerweile sprach die Stadt Meppen in Kooperation mit den Landkreisen Emsland und der Grafschaft Bentheim ein Konzertverbot für diesen Bereich aus. Das Konzertverbot umfasst den Zeitraum vom 20. – 22. [...]
Posted on 17 March 2015 | 4:03 pm
Grafschafter Neonazis bei der HoGeSa-Kundgebung in Hannover
Eigentlich wollten Cindy Heiduczek und Patrick Smit aus Nordhorn auch schon am 26.10.2014 nach Köln fahren, um zusammen mit anderen Nazis, rechten Hools, Dummdeutschen und anderen Idioten gegen SalafistInnen zu demonstrieren. Aber leider kam die Arbeit dazwischen [Klick mich!], sodass daraus nichts wurde. Aber am 15.11.2014 wurde sich Zeit genommen, eine Fahrgemeinschaft mit zwei Nazis [...]
Posted on 9 January 2015 | 7:24 pm
Bad Nenndorf: Naziaufmarsch? Läuft nicht.
Infoveranstaltung in Oldenburg: Montag, 28.Juli 2014, 20.30 Uhr, Alhambra Das Nenn­dor­fer Winck­ler­bad soll den Neo­na­zis auch 2014 wie­der als Sym­bol ihres ge­schichts­ver­dre­hen­den Op­fer­my­thos die­nen. Dort hat­ten die Al­li­ier­ten ein In­ter­nie­rungs­la­ger ein­ge­rich­tet. Be­reits seit 2006 in­sze­nie­ren Neo­na­zis in Bad Nenn­dorf einen so­ge­nann­ten „Trau­er­marsch“. Indem die Neo­na­zis his­to­ri­sche Zu­sam­men­hän­ge und Tat­sa­chen leug­nen oder aus dem Kon­text rei­ßen und [...]
Posted on 24 July 2014 | 7:47 pm
Solidarität mit Blogsport
Solidarität mit Blogsport! Nazis und Rassist*innen den Stecker ziehen Der bekannte Blogbetreiber Blogsport sieht sich mit einer Klage konfrontiert. Kevin Hauer, der stellvertretende Vorsitzende der kulturalistischen/ rassistischen Partei “Pro NRW” klagt gegen Blogsport, da angeblich Bilder von ihm auf dem Host veröffentlicht worden sei, auf denen er den rechten Arm erhoben hat sowie mit Burschenschaftskappe und einem Hitler-Portrait [...]
Posted on 24 July 2014 | 7:40 pm
Vortrag: Völkische Friedensfreund_innen, Querfrontstrateg_innen, Verschwörungsgläubig_innen & ReichsbürgerInnen
Vortrag: Völkische Friedensfreund_innen,Querfrontstrateg_innen, Verschwörungsgläubig_innen & ReichsbürgerInnen Ein Vortrag von Martin Wassermann am Freitag, 13.06., 20 Uhr, Fanprojekt Oldenburg, Bahnhofstr. 23 Seit Monaten finden jeden Montag in mehr als 60 Städten „Mahnwachen für den Frieden“ statt, die sich vor allem gegen das amerikanische Zentralbanksystem „Federal Reserve“ (FED) richten. Den angeblichen Verantwortlichen werden sämtliche Kriege des letzten Jahrhunderts angelastet. Oftmals [...]
Posted on 12 June 2014 | 11:09 pm