Kundgebung für den TDDZ in Hannover
Am Samstag, dem 18.5.2018, fand in Hannover eine Vorabkundgebung zum "Tag der deutschen Zukunft (TddZ)" statt.
Die Organisationsstruktur aus dem Harzgebiet , überwiegend Personen aus der Partei “Die Rechte”, reiste als neunköpfige Gruppe mit dem Zug an. Die Gruppe wurde von Beginn an eng von der Polizei geleitet…
… und über Umwege zum Kundgebungsort am hannöverschen Steintor geführt. Dies war in erster Linie dem zahlreichen Gegenprotest geschuldet, der sich schon frühzeitig vor dem Bahnhof versammelt hatte.
In der Hoffnung auf weitere Kundgebungsteilnehmer*innen warteten die Goslarer jedoch noch längere Zeit mit dem Beginn ihrer Kundgebung.
Als absehbar war, dass die Teilnehmer*innen unter sich bleiben würden, begann Dieter Riefling mit dem Verlesen der Auflagen. Riefling war in Hannover, wie auch schon bei allen vorherigen Veranstaltungen zu TddZ, wiederum mit einem Redeverbot belegt worden
… und musste sich daher mit der Rolle des Ansagers begnügen. Derweil versuchten die restlichen Teilnehmer*innen mit Fahnen und dem TddZ-Transparent den Eindruck zu erwecken..
… ,dass es sich bei dieser Kundgebung um mehr als eine unliebsame Pflichtaufgabe handeln könnte.
Sichtlich enttäuscht zeigte sich auch Joost Nolte, der Hauptorganisator des TddZ. Dabei war es durch die geringe Resonanz auf die Veranstaltungsankündigung in den sozialen Netzwerken schon im Vorfeld absehbar gewesen, dass die Veranstalter*innen auch dieses Mal wieder weitgehend unter sich bleiben würden.
Als dann doch noch ein zusätzlicher Teilnehmer auf dem Platz erschien, verkaufte das Nolte sogleich als Erfolg.
Ansonsten fehlte es Nolte Rede an konkreten Inhalten, vor allem was den Hintergrund und das Anliegen des TddZ betraf. Stattdessen fabulierte er von einer ausgefallenen Einschulungsfeier in seiner Heimatstadt Goslar, …
… die nicht stattfinden konnte, weil diese bei einem Anteil von 80% “Ausländeranteil” unter den Kindern in einer Moschee stattfinden sollte, dies aber von “deutschen” Eltern verhindert wurde. Schon zu diesem Zeitpunkt war abzusehen, dass die Kundgebung nicht störungsfrei verlaufen würde.
Besonders aggressiv gebährdete sich hierbei Carsten Dicty, der nur von mehreren Polizist*innen an Übergriffen gehindert werden konnte.
Auch als sich die Situation längst beruhigt hatte, versuchte Dicty auf einen fotografierenden Zuschauer loszustürmen …
… und ließ sich nur widerwillig von Dieter Riefing beruhigen. Nach kurzer Pause konnte die Kundgebung dann witergeführt werden.
Auch Benjamin Krüger, der als Nächster zum Mikrofon griff, war zu Beginn seiner Rede noch hörbar aufgeregt. Als Ex-Hannoveraner (Krüger war Führungskader der verbotenen Kameradschaft “Besseres Hannover”) versuchte er sich an einer Analyse des Zustands der Landeshauptstadt.
So schwadronierte er von Ausländerbanden, die die Straßen der Stadt – vor allem rund um den Steintor- unsicher machten und von einem Ausländeranteil in Hannover von über 40 %, der sich nach seiner Prognose in den nächsten Jahren locker auf 50 – 60 % steigern würde.
Nach einer knappen halben Stunde erklärte Dieter Riefling die Veranstaltung für beendet und bedankte sich bei der Polizei.
Nur unter starkem Polizeischutz konnten die Teilnehmer*innen den Steintor in Richtung Hauptbahnhof wieder verlassen, …
…, da auch der Rückweg bis in die Bahnhofshalle hinein von starken Gegenprotesten begleitet wurde, …
… was dazu führte, dass auch der Kundgebungsteilnehmer, der nicht zu der Reisegruppe gehörte, erstmal mit auf den Bahnsteig geführt und dann unter immer noch starker Polizeipräsenz in sichere Entfernung zum Gegenprotest gebracht wurde.
Zitieren
Recherche Nord: Kundgebung für den TDDZ in Hannover, Hannover, 18.05.2018.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2018-05-18/