AfD-Kundgebung in Dortmund
Am 05. Juni 2026 rief die AfD zu einer Kundgebung in Dortmund auf, Adressatin war die derzeitige Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, die zu einem Termin in Dortmund weilte. Auffällig war nicht nur die starke Präsenz der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“, sondern auch eines Milieus, das sich hinter der Gruppierung „Russlanddeutsche für die AfD“ versammelte.
Am 05. Juni 2026 versammelte die AfD ihre Anhänger:innenschaft zu einer Kundgebung in Dortmund.
Adressatin der AfD-Kundgebung war die derzeitige Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, die zu einem Termin in Dortmund weilte.
Auffällig war nicht nur die starke Präsenz von Aktivist:innen der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ bei der Veranstaltung.
Ins Auge fiel vor allem die starke Präsenz eines Milieus, das sich hinter der Gruppierung „Russlanddeutsche für die AfD“ versammelte.
Russlanddeutsche gelten für die AfD als politisch besonders umworbene Ziel- und Wählergruppe.
Fahne der sogenannten «Wolgadeutschen» - Nachkommen deutscher Einwanderer, die im 18. Jahrhundert im Russischen Reich an der unteren Wolga ansässig wurden.
Die AfD spricht diese Wähler:innengruppe seit Jahren gezielt an – unter anderem über russischsprachige Netzwerke, Veranstaltungen und spezifische Wahlkampfbotschaften.
Konservative Wertvorstellungen, das Gefühl mangelnder politischer Repräsentation sowie die gezielte Ansprache tragen dazu bei, dass die AfD in Teilen der russlanddeutschen Wähler:innenschaft überdurchschnittliche Unterstützung erfährt.
Nationalfahnen und Anspielungen auf eine Symbolik aus dem extrem rechten bis hin zum neonazistischen Spektrum prägten das Erscheinungsbild in Dortmund.
Dass die Grenzen der AfD nach ganz rechts außen längst verschwimmen, zeigte auch die Teilnahme von Mitgliedern der Neonazi-Gruppierung „Junge Nationalisten“ (Nicht im Bild).
Auffällig war der offene und vertraut wirkende Umgang der „Generation Deutschland“ mit Mitgliedern der Neonazi-Gruppierung – von Distanz keine Spur.
Bei der Mobilisierung inszenierte sich die AfD als vermeintliche „Arbeiterpartei“ – obwohl zentrale Positionen der Partei Forderungen vertreten, die den Interessen vieler Arbeitnehmer:innen entgegenstehen.
Die arbeitsmarktpolitische Botschaft der AfD setzt vielfach auf rassistische Schuldzuweisungen und das Ausspielen von Arbeitnehmer:innen gegeneinander.
Die Veranstaltung endete schließlich mit zahlreichen Gruppenbildern und dem gemeinsamen Absingen der deutschen Nationalhymne.
Zitieren
Recherche Nord: AfD-Kundgebung in Dortmund, Dortmund, 05.06.2026.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2026-06-05/